Walls Of Jericho - The Bound Feed The Gagged - Cover
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Walls Of Jericho The Bound Feed The Gagged


  • Label: Trustkill/SPV
  • Laufzeit: 22 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Kurz bevor die aus Detroit, Michigan stammende Metalcore-Truppe Walls Of Jericho ihr erstes zweistelliges Jubiläum seit ihrer Gründung 1998 feiern darf, bringt Trustkill den Debüt-Longplayer „The bound feed the gagged“, der innerhalb von drei Tagen aufgenommen wurde, 7 Jahre nach der Erstveröffentlichung erneut heraus. Dass es sich bei Schreihals Candace Kucsulain (Gesang) und ihren übrigen Bandkollegen Chris Rawson (Gitarre), Mike Hasty (Gitarre), Aaron Ruby (Bass) und Wes Keely (Schlagzeug, wurde zwischenzeitlich durch Alexei Rodriguez ersetzt) keinesfalls um zart besaitete Gemüter handelt, dürfte bereits nach der EP „A day and thousand years“ (1999) klar gewesen sein, die recht knapp bemessenen 22 Minuten des Nachfolgers machen da ebenfalls keine Ausnahme.

Demnach zufolge benötigen die Amis auch nur ganze 39 Sekunden um mit „Playing soldier again“ den Pit zum Kochen zu bringen und prügeln von da an alles nieder, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Schnelle Moshparts und Highspeed-Geknüppel wechseln sich mit emotionalen Breakdowns wie z.B. in „Misanthropy“ ab, die durchschnittlich 2 Minuten langen Tracks versuchen aber trotzdem erst gar nicht längere Verschnaufpausen aufzubauen, sondern rumpeln geradewegs in die Fresse.

Damit alles auch gut funktioniert, kotzt sich Kucsulain im wahrsten Sinne des Wortes ihre Stimmbänder heraus und geht dabei ab wie das Christkind auf Speed. Erst in „Angel“ senkt sie für die volle Dauer des Stücks ihre Stimme und lässt sich dabei von einer Akustikgitarre begleiten, bis mit „Inevitable repercussions“ der abschließende Arschtritt folgt. Alles in allem eine beinharte Vollbedienung für Metal- und Hardcore-Fans, die magere Spielzeit von 22 Minuten hinterlässt jedoch einen negativen Beigeschmack.

Anspieltipps:

  • Why Father
  • Misanthropy
  • Playing Soldier Again

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