Bloodlights - Bloodlights - Cover
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Bloodlights Bloodlights


  • Label: Playground/SOULFOOD
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Bloodlights“ ist ein gutes Album und ein ziemlich starkes Debüt.

In den letzten Jahren wurde die skandinavische Rotzrock-Szene zwei ihrer größten Vertreter beraubt. Nach den Norwegern Gluecifer gaben auch die Schweden von den Hellacopters ihre Auflösung bekannt. Übrig sind eigentlich nur noch die Backyard Babies, bei denen ist mittlerweile allerdings ziemlich die Luft raus. Höchste Zeit also für neue Impulse, das hat sich auch der ehemalige Gluecifer-Gitarrist Captain Poon gedacht und gründete seine eigene Bands Bloodlights. Mit in der Mannschaft sind Jonas Thire (Schlagzeug), Ron Elly (Bass) und Howie B. (Gitarre). Die Suche nach einem passenden Sänger erwies sich als erfolglos, weswegen Poon kurzerhand selbst diesen Posten übernommen hat. Eine gute Entscheidung, seine schnoddrige Stimme passt nämlich wie die Faust aufs Auge.

Zu der Prämisse des Albums sagte Captain Poon: „Ich will keine neuen Gluecifer machen“. Ganz geschafft hat er das zwar noch nicht, allerdings legen die vier Blutlichter auf ihrem selbstbetitelten Debüt deutlich mehr Wert auf Melodien als die „Vorgänger“-Band. Deswegen haben wir es hier aber noch lange nicht mit einer Softrock-Platte zu tun, Songs wie der Titeltrack „Bloodlights“ bieten mehr als genug Arschtritt-Faktor. Unter den zwölf Titeln hat sich mit „Screwing Yourself“ auch nur eine einzige Ballade versteckt, die dafür umso gelungener ist.

Auch unter den anderen Songs findet sich kein wirklicher Ausfall. Zwar können nicht alle mit den Spitzenreitern mithalten, im Gesamtkontext betrachtet ist „Bloodlights“ aber ein gutes Album und ein ziemlich starkes Debüt. Wie hieß doch gleich die letzte Hellacopters-Scheibe, „Rock Is Dead“? Solange noch Bands wie diese entstehen, noch lange nicht.

Anspieltipps:

  • Bloodlights
  • Hammer And The Wheel
  • Over When I’m Done

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