The Codex - The Codex - Cover
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The Codex The Codex


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 70 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mark Boals ist nicht nur der Vokalist der als Band debütierenden The Codex, sondern auch bekannt für seine Arbeit mit Gitarren-Hero Yngwie Malmsteen und Gewinner des japanischen BURRN!-Magazine Awards als bester Sänger des Jahres 1999. Neben drei Solo-Alben stand er auch für drei Longplayer bei der Power Metal-Band Ring Of Fire am Mikrofon und gibt sich nun mit dem schwedischen Gitarristen Magnus Karlsson sowie Linus Abrahamson (Bass) und Daniel Flores (Schlagzeug) die Ehre eines kraftvollen Debütalbums, welches sich aus der Schnittmenge zwischen Power und Prog Metal bedient und vor allem durch die tolle Besetzung an Mikro sowie Gitarre glänzt.

Der Opener „Beyond The Dark“ gibt sich symphonisch, bestreitet seinen Auftakt mit Keyboard-Fanfaren, bekommt dann aber schnell die Kurve, um dem Kitsch zu entkommen und stattdessen zu kräftigen Gitarren-Riffs und Doublebass-Attacken die Mähne kreisen zu lassen. Orchestrale Breaks und die kraftvolle, hohe Stimme von Mark Boals stehen im Gegensatz zu den beinharten Riffs und schaffen so eine Spannung, die mit ausgefeilten Gitarren-Soli ihren Höhepunkt erreicht. Immer wieder prasseln Gitarrenwände auf einen herunter und erfrischen mit höchst melodischen Parts, die sich aus der kraftvollen Einheit schälen und wie im Falle von „Toxic Kiss“ gar brachial an klassischen Speed Metal erinnern, obgleich die aggressiv hohen Tonlagen von Herrn Boals hier gut und gern ein wenig tiefer hätten ausfallen können. Die Nervenzellen grüßen da doch beachtlich.

Aber für eine mit diesem Star-Duo versehende Band tönen The Codex sehr gemeinschaftlich und verbuchen nur wenige egozentrische Ausbrüche, zu denen bekannte Gitarristen und Sänger gemeinhin ja neigen. Als melodiöse Power-Ballade startet „Whole Again“ mit wunderbar zarten Streichern und einem einfühlsamen Gesang, denen eine im mittleren Tempo vorgetragene Hymne samt dem obligatorischen Gitarren-Solo folgt. Überhaupt haben es The Codex mit Hymnen, die musikalisch höchst versiert im Ohr hängen bleiben und die Spieldauer sehr stimmig gestalten, ohne auch nur einmal Dringlichkeit und wandelbare Dynamik einzubüßen. Dass dabei einige Tonlagen das Nervenzentrum etwas zu arg strapazieren, dürfte der Metal-Fan gewohnt sein und den ausgewiesenen Genre-Experten wohl kaum stören.

Anspieltipps:

  • Beyond The Dark
  • Bring Down The Moon
  • Whole Again
  • Mystery

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