Mudvayne - By The People, For The People - Cover
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Mudvayne By The People, For The People


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 77 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„By The People, For The People” bedeutet im Sprachgebrauch des neuen Mudvayne-Albums, dass es von Fans für Fans ausgewählte Songs enthält. Deshalb haben wir es auch nicht mit dem neuen Studioalbum der Band zu tun, sondern mit bisher unveröffentlichten Demos, handverlesenen Raritäten, favorisierten Live Tracks und zwei nagelneuen Stücken, davon eine The-Police-Coverversion. Ein schönes Geschenk an die Mudvayne-Fans, das die Wartezeit bis zur nächsten Studiolangrille vertreibt, nebenher ein paar Dollar in die Kassen spült und damit alle glücklich macht.

Solche, im Prinzip nur für Fans interessante Compilations, wie die hier vorliegende, sind schon lange keine exotischen Veröffentlichungen mehr. Viele Bands räumen irgendwann ihr Lager auf und bringen rares Songmaterial auf den Markt. Bei Neil Young wartet die Fan-Gemeinde schon seit Jahren sehnsüchtig auf diesen Tag. Andere brachten bereits ganze Wagenladungen vermeintlicher Ausschussware auf den Markt (z.B. Bon Jovi mit „100.000.000 Bon Jovi Fans Can't Be Wrong...“).

Jetzt sind eben auch Mudvayne an der Reihe, wobei die Raritäten-Ausbeute nach nur drei Studioalben erwartungsgemäß kompakt ausfällt. Die Nu-Metal-Band aus Illinois investierte aber soviel Liebe und Energie in „By The People, For The People”, dass jeder der 16 Songs von Sänger Chad Gray in kurzen Intros erklärt und angekündigt wird. Dadurch wird die CD-Kapazität mit 77 Minuten Spielzeit bis an die Grenzen ausgereizt und der Hörer erhält ein spannendes „Nu-Metal-Hörbuch“ mit vielen interessanten Einblicken in die Entstehungsprozesse von Songs wie „Not falling“, „Death blooms“ und „(Per)version of a truth“. Dass der Sound dabei nicht ganz so gut ausfällt und maximal gehobenes Demo-Niveau besitzt, liegt in der Natur der Sache. Trotzdem können Mudvayne beweisen, warum sie zu Recht als die kleinen Brüder von Korn gelten. Mit den räudigen Live-Songs „Dig“, „-1“ und „World so cold“ gelingt dies besonders gut. Und mit dem Police-Cover „King of pain“ steht sogar ein singletauglicher Song parat, mit dem man „By The People, For The People” bewerben könnte. Das Album hätte es verdient.

Anspieltipps:

  • -1
  • Happy?
  • Dull boy
  • Death blooms
  • Forget to remember
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