Amy Macdonald - This Is The Life - Cover
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Amy Macdonald This Is The Life


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Durch ihre Musik entfaltet sich Amy zu einem kleinen Kraftpaket, das kein Blatt vor den Mund nimmt.

Amy Macdonald (20) aus Glasgow in Schottland ist nach Amy Winehouse, KT Tunstall, Kate Nash und Lily Allen die neueste Vertreterin der Abteilung „britische Fräuleinwunder“. Ihr Debütalbum „This Is The Life“ erschien in Großbritannien im Juli 2007 und stieg sensationell auf Platz 2 der Charts ein. Das Erstaunliche an Amy Macdonald ist, dass sie trotz Majorvertrag sämtliche Songs alleine schreibt und mit Entdecker und Manager Pete Wilkinson (u.a. Paolo Nuttini) einen Produzenten an der Seite hat, der nicht unbedingt zu den üblichen Verdächtigen zählt, wenn es darum geht, Künstler im Teenageralter in die Charts zu bringen.

„This Is The Life“ ist ein beschwingtes Singer/Songwriter- bzw. Folkpop-Album, das erstaunlich reife Texte mit überwiegend unwiderstehlichen Melodien kombiniert. Nach Teenager klingt das wahrlich nicht, auch wenn der zarten Stimme von Amy Macdonald ihr junges Alter noch sehr deutlich anzuhören ist, genau wie ihr (Zitat) „bloody scottish accent“. Als ungefährer Vergleich sei dennoch auf Dolores O’Riordan (Ex-Cranberries) hingewiesen, auch wenn Amy das berühmte Quieken der Irin außen vor lässt. Das würde auch nicht zum Auftreten der 20-Jährigen passen, die auf den ersten Blick sehr schüchtern wirkt. Doch der Eindruck trügt, denn durch ihre Musik entfaltet sich Amy zu einem kleinen Kraftpaket, das kein Blatt vor den Mund nimmt.

So ist z.B. „Poison prince“ ein deutlich formuliertes Signal in Richtung Pete Doherty, dem nach allen möglichen Drogen süchtigen Babyshambles-Frontmann, der in dem Song sein Fett wegbekommt („I’ll tell you this my poison prince, you’ll soon be knocking on heaven’s door“). Überhaupt ist „This Is The Life“ frei von Blabla-Texten, verzichtet auf eine übertriebene Produktion (mal ein dezentes Blasinstrument, ein paar Streicher oder eine etwas härter angeschlagenen E-Gitarre sind das höchste der Gefühle) und überzeugt mit Natürlichkeit und angenehmer Schlichtheit. Wäre schön, wenn das auch in Deutschland zu einer Chartsplatzierung führen würde.

Anspieltipps:

  • Run
  • Youth of today
  • Mr. Rock & roll
  • Footballer’s wife
  • Let’s start a band
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