Crashdiet - The Unattractive Revolution - Cover
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Crashdiet The Unattractive Revolution


  • Label: Universal Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Beinahe hätte sich der Rezensent Sorgen gemacht. Denn ein Aufkleber auf der vorliegenden Crahsdiet-CD verkündet „Album includes the Singles ’In the raw’, ’Falling rain’, ’I don’t care’ und ’Alone’“. Vier Singleauskopplungen – und keine einzige ist dem Schreiberling bekannt?! Dann aber ganz schnell den Job wechseln, oder nicht? Doch wenig später relativiert sich das Ganze.

Crashdiet ist eine Rockband aus Schweden, die in unwiderstehlicher 80er-Jahre-Manier (Texte, Musik, Outfit, Posing, Drogen) durch IKEA-Land rockt und rollt und mit ihrem Debütalbum „Rest In Sleaze“ (2005) kurz vor dem internationalen Durchbruch stand. Doch dann beginn ihr Sänger Dave Lepard im Alter von 26 Jahren Selbstmord und die Band lag erst mal auf Eis.

Mit neuem Sänger (Olliver Twisted) und Album Nummer zwei im Gepäck („The Unattractive Revolution”) sind die vier Schweden nun zurück, obwohl kaum jemand mit dem Comeback der bereits aufgelösten Rockband gerechnet hatte. Doch diese will es nun erst recht wissen und holte sich mit Mick Mars (Gitarrist bei Mötley Crüe) sowie dem US-Toningenieur Kevin Churko (Ozzy Osbourne, Cheap Trick, Shania Twain) tatkräftige Unterstützung aus dem Heimatland des Sleazerock. Produziert hat den Longplayer Patrick Frisk.

Crashdiet ist eine Band, die in allem was sie tut, den Rock’n’Roll-Lifestyle zu 100% lebt. Das spürt man auch in ihrer Musik. Wild, zügellos und alle Regler auf 10 aufgedreht, poltern die Vier durch Songmaterial, das so auch von Skid Row, Mötley Crüe, Poison oder Guns ’N Roses stammen könnte. Hauptsache Crashdiet können immer maximale Power geben und Energie an den Tag legen, als würden ihre Lebenskerzen von beiden Seiten brennen – wenn sie das nicht schon längst tun.

Dass sich diese radikale Einstellung dennoch mit überdurchschnittlichem Songwriting vereinbaren lässt, zeigen Songs wie „Falling rain“, der mit starkem Chorgesang und coolem Riffing in Richtung Power Metal (!) tendiert, Stadionhymnen wie „Die another day“ oder Vollgasrocker wie „In don’t care“ mit Mick Mars an der Gitarre. Damit ist „The Unattractive Revolution” durch und durch partytauglich und für jeden empfehlenswert, der auf guten 80er-Jahre-Hard- und Sleazerock steht.

Anspieltipps:

  • Thrill me
  • Falling rain
  • I don’t care
  • Die another day
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