Gary Hughes - Veritas - Cover
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Gary Hughes Veritas


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Gary Hughes ist unter anderem durch seine Zeit bei der Band Ten ein Aushängeschild der Rock/Melodic Metal-Szene geworden und bestach zuletzt durch eine zweiteilige Rock-Oper, die 2003 erschienen ist. Nach dem letzten Solo-Output „Precious Ones“ (1998) ist Multi-Talent Mr. Hughes nun mit befreundeten Musikern (unter anderem die Ten-Mitstreiter John Halliwell und Chris Francis) in den englischen Arena Studios gewesen, um als Produzent und Allround-Musiker (Gesang, Keyboard, Gitarre, Bass) den Longplayer „Veritas“ zu formen. Dass die verschiedenen Musiker aus diversen Genres mit dem Fixpunkt Gitarre kommen, hört man dem Album an und macht es mit Hilfe von Metal-Ausflügen, Rock-Balladen und orchestralen Elementen zu einem gelungenen Wurf.

Während der Opener „Veritas“ noch rasanten, filigran eingespielten Metal bietet und Keyboard-Fanfaren neben weit um sich greifenden Gitarrensoli für Bombast erster Güte sorgen, ist „In My Head“ eine überaus atmosphärisch flächige Angelegenheit, die mit angenehm zurückhaltenden Doublebass-Rhythmen und dem balsamartigen Gesang von Gary Hughes in die Weite des Alls vordringt, zumindest was die wundersam futuristische Stimmung angeht. Die Gitarren-Effekte bei „Time To Pay“ sprechen eine ähnliche Sprache und überzeugen neben perlenden Piano-Einsätzen, die sich aus den dichten Arrangements lösen und zusammen mit abwechslungsreich eingestreuten Gitarrensoli im Laufe der gesamten Platte aufgrund der perfekten Musiker-Besetzung für Begeisterung sorgen. Sicherlich gibt es auch schwächere Stücke wie „Wide Awake In Dreamland“, welches mit seinen Marschtrommeln und der langatmig getragenen Grundstruktur doch eher zum Nickerchen einlädt und weniger zum gespannten Zuhören.

Was auf großen Teilen des Longplayers funktioniert, muss kein Freifahrtsschein sein, wie die plastischen Keyboards bei „I Pray For You“ aufzeigen. Dafür gelingt das Ende des Songs mit einem gewittrig anmutenden Ruckeln schnittig und wird vom 8-minütigen „Synchronicity“ in beschwörender und intensiver Manier gefolgt. Dort zeigt es sich wieder: Das Gespür für atmosphärische, an Prog Rock erinnernde Aufbauten mit dem nötigen Maß an Dramatik und musikalischen Einzelgängen, die sich nicht nur beim eben erwähnten Stück zu einem mächtigen Ganzen entwickeln und trotz kleiner Ausfälle für eine stimmige Platte sorgen, die man auch in ein paar Monaten gern wieder aus dem Schrank holt.

Anspieltipps:

  • Veritas
  • In My Head
  • Synchronicity
  • I Know It's Time

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