Empty Trash - Confession - Cover
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Empty Trash Confession


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im April dieses Jahres kam es zur Revolution bei „Deutschland sucht den Superstar“. Kandidat und heißer Anwärter auf den Titel Max Buskohl hatte keinen Bock ohne seine Schülberbandkumpels von Empty Trash Musik zu machen und mit Dieter Bohlen wollte er schon gar nicht zusammenarbeiten. Kurzerhand wurde er aus der Show geschmissen, gewonnen hat dann… ja wer eigentlich noch einmal? Egal, auf jeden Fall schaffte es Max sich durch diese Aktion mächtig sympathisch zu machen und ganz nebenbei dann doch noch einen richtigen Plattendeal mit einem Majorlabel abzuschließen. Der Traum ein professionelles Album mit seiner Band einzuspielen ging also in Erfüllung. Und wer hätte es gedacht, im Gegensatz zu den Machwerken anderer, durch Castingshows bekannt gewordener „Rocker“ wie Tobias Regner oder Martin Kesici ist „Confession“ ziemlich ordentlich geworden.

Auch wenn er eher zu den schwächeren Songs gehört, zeigt doch gleich der Opener „Ring The Alarm“ was den Hörer erwartet. Das Tempo ist angenehm hoch, die Gitarren riffen um die Wette und die Rhythmussektion ist schön präsent. Dazu kommt noch Max’ Stimme, die für seine 19 Lenze erstaunlich reif klingt. Aus technischer Sicht brauchen sich Empty Trash überhaupt keinen Vergleich mit etablierten Acts scheuen. Beim folgenden „Garden Of The Growing Hearts“ geht es dann aber auch melodientechnisch bergauf. Der Song bleibt wie viele andere schon beim ersten Hören tief in den Gehörgängen verankert und ist zeigt durch seinen Mitgrölfaktor auch noch hohes Live-Potenzial.

Nach dem Titeltrack legen Empty Trash mit „Dirty Habits“ noch ein paar Riff-Briketts dazu und schaffen so das erste wirklich Highlight. Vernachlässigenswert ist dagegen ausgerechnet die Single „Limited“, bei der ein wenig zu viel Weichspüler benutzt wurde, die sonst sehr guten Gitarrenharmonien nerven hier sogar ziemlich. Zum Glück machen die fünf Jungs das mit dem lässigen Blues-Rocker „Last Man In The Bar“ gleich wieder wett. Der Song mit dem etwas schwer zu merkenden Titel „I.M.B.T.I.W.R.T.P.“ stellt die einzige wirkliche Ballade auf dem Album dar und selbst die besitzt noch ihre druckvollen Momente. Sehr schön, dass hier nicht der sicherere Mainstream-Weg beschritten wurde. Das beste Lied ist dann auch wieder ein richtiger Rocker. Bei „L.A. Queen“ dürfen die Gitarristen Stefan und Tim ihre ganzes Können auffahren, coole Breaks lassen selten Langeweile aufkommen. Man kann also guten Gewissens sagen, dass „Confession“ eine durchaus positive Überraschung darstellt.

Anspieltipps:

  • Dirty Habits
  • Last Man In The Bar
  • L.A. Queen

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