Fury´N´Grace - Tales Of The Grotesque And The Arabesque - Cover
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Fury´N´Grace Tales Of The Grotesque And The Arabesque


  • Label: Audioglobe/SPV
  • Laufzeit: 67 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Featuring Doomsword members“ prangt übergroß auf der handelsüblich erhältlichen Fassung von „Tales of the grotesque and the arabesque“ der italienischen Progressive Metal-Truppe Fury´n Grace. Da deren letztes Lebenszeichen „My name will live on“ (06/2007) aber alles andere als überragend und interessant war, hält sich die Euphorie natürlich erst einmal in Grenzen. Zur eigenen Überraschung muss sie das aber ganz und gar nicht, denn Gabriele Grilli (Gesang), Matteo Carnio (Gitarre), Christian Grillo (Bass) und Emiliano Bertossi (Schlagzeug) wissen mit ihrem Debüt, dass durch fehlende Initiative der Label, Besetzungswechsel und Verpflichtungen der einzelnen Member in anderen Bands ganze 12 Jahre gedauert hat, bis es nach zwei fehlgeschlagenen Anläufen auf CD gepresst und veröffentlicht werden konnte, zu gefallen.

Gleich mit dem titelgebenden Opener zeigen die Italiener wo der Prog Metal-Hammer hängt, schrauben (wie auch auf dem Rest der Platte) gehörig an Rhythmus und Tempo herum und sorgen somit für ein technisch anspruchsvolles Klanggebilde irgendwo zwischen der Härte von Dream Theater gepaart mit einer ausdrucksstarken Stimme, die vor allem in den höheren Lagen an Bruce Dickinson (Iron Maiden) erinnert. Für die Longtrack-Fetischisten, denen eine Prog-Symphonie nicht kurz genug sein kann, gibt es außerdem mit drei Tracks, die sich locker über die 10 Minuten-Marke hangeln, auch episch einen auf die Mütze.

Zwar wirken manche progressive Spielereien durch den leicht hinterher hinkenden Drummer Bertossi im Verlauf der Platte etwas behäbig und ungewollt, einen negativen Eindruck hinterlässt die Scheibe deswegen allerdings nicht. Viel mehr ist es spannend zu hören, wie der Vierer immer wieder auf den Doom Metal als Stilmittel zurückgreift (Doomsword lässt grüßen) und so eine bedrohliche Atmosphäre schafft, die mit den Black Sabbath-Outputs zu Tony Martin-Zeiten zu vergleichen ist. Damit ist „Tales of the grotesque and the arabesque“ eine Prog Metal-Platte, die durch einen charismatischen Sänger, abwechslungsreiches Songwriting und den damit einhergehenden stimmungsvollen Spannungsbogen zu sonstigen Veröffentlichungen in diesem Sektor eine gute Alternative darstellt. Allerdings sollte man vorher unbedingt reinhören, um zu wissen worauf man sich einlässt.

Anspieltipps:

  • Burning Cathedrals
  • Uncanny Midnights Of The Bride
  • Tales Of The Grotesque And The Arabesque

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