New Young Pony Club - Fantastic Playroom - Cover
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New Young Pony Club Fantastic Playroom


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

New Young Pony Club aus London, die mit ihrem Debütalbum „Fantastic Playroom“ an den Start gehen.

Es war einmal ein Song namens „Ice cream“, der als Vinyl-Single in Mini-Auflage blitzartig ausverkauft war. Diese Sache sprach sich schnell herum und es folgten ungewöhnlich viele Radioeinsätze besagten Liedes. Daraufhin setzte ein Ansturm der MySpace-Community ein, der darin gipfelte, dass das Liedchen an die Industrie verhökert wurde, die damit einen Werbespot für Kartoffelchips unterlegte.

So funktionieren heutzutage Karrieren. Denn hinter diesem Phantom-Lied verbirgt sich in der Tat eine „echte“ Band, die zeigen will, dass sie nicht nur diesen einen Song zustande bringen kann. Wir stellen vor: New Young Pony Club aus London, die jetzt mit ihrem Debütalbum „Fantastic Playroom“ an den Start gehen.

Das Quintett um Frontfrau Tahita Bulmer schloss sich im Jahr 2003 zusammen, wobei der Quell der musikalischen Inspiration in den 80er Jahren zu suchen ist. Transportiert in das Hier und Jetzt ergibt das einen Sound, der etwas ungelenk als New-Indie-Rave-Disco-Electronica deklariert werden kann. Also von jedem ein bisschen, was am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes ergibt. Denn sind die ersten drei, vier Songs von „Fantastic Playroom“ erst mal vorüber, wird die Luft verdammt dünn und New Young Pony Club bleiben den Beweis auf ganzer Linie schuldig, dass über den „Ice cream“-Mini-Hit hinaus Potenzial für ein ganzes Album vorhanden ist.

Die dürftigen Kompositionen werden eingehüllt in eine Wolke aus mageren Grooves, Synthie-Geklöppel und nervige Gesangsstimmen. Dazu soll man tanzen können, was der Rezensent nicht ausprobiert hat. Mehr geht wohl auch nicht, denn ein aufmerksames Zuhören wird selbst bei der überschaubaren Spieldauer von 39 Minuten zur Tortur. Die ganz entfernt vergleichbaren Luscious Jackson waren da vor 15 Jahren deutlich weiter als es die Ponys heute sind. Diese klingen auf ihrem Debüt wie der Soundtrack zu einem 1987er Atari Computerspiel.

Anspieltipps:

  • Jerk me
  • Ice cream
  • The bomb

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