Streetlight Manifesto - Somewhere In The Between - Cover
Große Ansicht

Streetlight Manifesto Somewhere In The Between


  • Label: Victory Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der dritte Longplayer „Somewhere In The Between“ der aus New Jersey stammenden Ska-Punk-Combo Streetlight Manifesto bietet genau das, was man von Partytauglichem Ska erwartet. Beschwingte, fast überschwängliche Rhythmen, schwungvolle Bläser und eine forsche Gitarre zelebrieren die gute Laune ohne irgendwelche Erschöpfungserscheinungen. Und auch wenn Ska-Punk als Musikstil mit geringem Anspruch gilt, versuchen Streelight Manifesto dem Genre möglichst unerwartete Elemente hinzuzufügen und lassen beispielsweise Trompete und Saxophon kurze verjazzte Dialoge beisteuern („We Will Fall Together“, „Somewhere In The Between“) oder verweben eine akustische Gitarre in den Sound („The Receiving End Of It All“).

Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den heiteren, nach vorne treibenden Rhythmen („The Blonde Lead The Blind“) und Melodien („Would You Be Impressed?“), und das ohne dabei in völlig belanglose Gefilde abzurutschen. Denn mitreißend ist die Musik von Streelight Manifesto größtenteils, zwar nicht unbedingt für den chronischen Melancholiker oder den Jazzliebhaber im höheren Semester, aber für alle Frohnaturen und den geneigten Ska-Hörer ist „Somewhere In The Between“ sicherlich einen Hördurchgang wert.

Songlängen von nicht selten fünf Minuten deuten keineswegs auf musikalisches Fastfood hin, was in diesem Genre aber leider häufig der Fall ist. Doch Streetlight Manifesto wissen ihre Songs richtig aufzubauen und erzeugen ständige Tempiwechsel, reichlich Wendungen und eine nie abflachende Spannungskurve. Alltägliches Songwriting sieht anders aus. Deshalb funktioniert „Somewhere In The Between“ nicht nur als partytauglicher Stimmungsaufheller, sondern genauso gut auch als primäre Freizeitbeschäftigung an einem freien Nachmittag, der man seine komplette Aufmerksamkeit schenken kann.

Auch wenn „Somewhere In The Between“ kein Meisterwerk geworden ist – was aber auch niemand erwartet hat – sorgen Streetlight Manifesto für reichlich Kurzweil und beste Unterhaltung. Und das ist es ja auch schließlich, was die Truppe beabsichtigt. Keine Frage: „Somewhere In The Between“ gehört im Ska-Segment zu einem der Highlights des Jahres.

Anspieltipps:

  • Down, Down, Down To Mephisto’s Cafe
  • One Foot On The Gas, One Foot In The Grave
  • Somewhere In The Between
  • The Blonde Lead The Blind

Neue Kritiken im Genre „Ska“
Diskutiere über „Streetlight Manifesto“
comments powered by Disqus