Declan - You And Me - Cover
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Declan You And Me


  • Label: Starwatch/WEA
  • Laufzeit: 67 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ist er nicht süß, der gerade einmal 16jährige Declan Galbraith? Und dann erst seine Stimme! Gerade so als würde er sich nicht entscheiden können, ob er lieber Mitglied der Kelly Family wäre oder hauptberuflicher Schlagersänger auf Bierzeltpartys. Nichtsdestotrotz gibt der Erfolg dem jungen, musikalischen Senkrechtstarter Recht, selbst wenn die Promotionmaschinerie hinter der angeblich unverwechselbarsten und schönsten Stimme der letzten Jahre kurz vor dem Durchschmoren sein dürfte. Schließlich liefert Starwatch, ein Sub-Label von Major Warner, fast auf den Tag genau, ein Jahr nach dem mit Gold ausgezeichneten „Thank you“ (12/2006), das nächste Must-have für alle Schwiegermütter, Radiohörer und (natürlich nicht zu vergessen) Declan-Fans.

Die Devise, den jungen Engländer Klassiker der Pop- und Rockgeschichte in neuen, etwas abgeänderten Arrangements nachsingen zu lassen, ist alles in allem gleich geblieben, obwohl diesmal sogar ein Song vom 16jährigen selbst stammt („Moody blues“) und mit „You and me“, „Leavin´ today“ und „Ego you“ drei Tracks extra für Declans Platte geschrieben wurden anstatt die ohnehin überlange CD mit weiteren Coverversionen vollzustopfen. Da sich der Sohn schottisch-irischer Eltern jedoch gerne als Rockstar sehen würde, sind die ausgewählten Stücke diesmal etwas flotter ausgefallen. Dennoch erweist sich die Aussage Declans, einem „Led Zeppelin Tribal Rocksound“ nachzueifern als haltlos, geben schließlich gerade das Metallica-Cover „Nothing else matters“ und die Rolling Stones-Nummer „Ruby tuesday“ dermaßen zahn- und gefühlslose Interpretationen ab, dass man sich die Frage stellt wie Hetfield, Richards & Co. nur so etwas freigeben konnten.

Der Rest der durchgehend balladesken und meist in ihrer Urfassung tagtäglich im Formatradio zu hörenden Stücke („Missing you“ – John Waite, „Sister golden hair“ – America, „I´d love you to want me“ – Lobo, „The living years“ – Mike and the Mechanics), bewegt sich stattdessen stets haarscharf zwischen Kitsch, Langeweile und schulterzuckender Gleichgültigkeit umher und lässt den Hörer spätestens ab der Hälfte, angesichts der schwachen Ausstrahlung und zusätzlich billig wirkenden Instrumentierung, im Regen stehen. Wo der Vorgänger noch so etwas wie Bubi-Charme und kindliche Naivität ausstrahlte, lässt „You and me“ zu keiner Zeit den Funken überspringen. So sehr sich Declan auch anstrengen mag.

Anspieltipps:

  • Ego You
  • I´d Love You to Want Me

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