Northern Kings - Reborn - Cover
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Northern Kings Reborn


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 66 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Gehen den Musikern langsam die neuen Ideen aus? In den Charts tummeln sich unzählige Coverversionen, einige Künstler spezialisieren sich gar ganz auf das Nachspielen oller Kamellen. Braucht da die Welt wirklich noch eine neues Coverprojekt? Immerhin, die Namen der vier Vokalisten bei den Northern Kings lassen aufhorchen: Marco Hietala (Nightwish), Tony Kakko (Sonata Arctica), JP Leppäluoto (Charon) und der hierzulande eher unbekannte J Ahola (Teräsbetoni) lassen auf gewohnte finnische Qualitäten hoffen.

Es geht dann auch eigentlich ganz gut los. Wenn nach dem übertrieben düsteren Intro die fröhliche Pianomelodie „Don’t Stop Believing“ (Journey) losgeht, zaubert das unwillkürlich ein Lächeln auf das Gesicht des Hörers. Auch der Hauptriff wurde gut auf die typische Bombastmischung aus Orchester und Metalgitarren übertragen. Ein cooles Soloduell zwischen Gitarre und Keyboard setzt dem Song einen eigenen Stempel auf. Auch die herrlich pathetische Version der Endzeit-Hymne „We Don’t Need Another Hero“ (Tina Turner) ist eine instrumentale Spielwiese, auf der sich die vier nordischen Könige ordentlich austoben können.

Leider verliert das Quartett dann ein wenig an Fahrt. Songs wie „Rebel Yell“ (Billy Idol) sollten eigentlich sichere Vorlagen sein, werden hier aber in mittelprächtigen Gothic-Versionen verheizt. Chancen werden auch bei „I Just Died In Your Arms Tonight“ (Cutting Crew) vergeben. Anstatt aus der nervigen 80er-Ballade endlich mal eine anständige Rockversion zu machen, drosseln die Northern Kings das Tempo sogar noch mehr, so dass der Hörer wahrscheinlich schon weit vorm Chorus weiterskippt.

Es geht aber auch noch schlimmer: „Sledgehammer“ (Peter Gabriel) und „In The Air Tonight“ (Phil Collins) sind zwei Songs, die eigentlich schon so perfekt arrangiert sind, dass man es eigentlich nur schlechter machen kann. Beide Tracks wurden so systematisch entgroovt, dass es schon fast weh tut. Da können auch recht gelungene Versionen von „Don’t Bring Me Down (Electric Light Orchestra) und „Hello“ (Lionel Richie) nichts dran ändern, dass „Reborn“ einfach nicht der große Wurf ist.

Anspieltipps:

  • Don’t Stop Believing
  • We Don’t Need Another Hero

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