The Checks - Hunting Whales - Cover
Große Ansicht

The Checks Hunting Whales


  • Label: Red Ink/SonyBMG
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Neuseeländer von The Checks machten schon weit vor der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Hunting Whales“ von sich reden, in dem sich Michael Stipe als prominenter Fürsprecher einschaltete und die Band um Sänger Ed Knowles auf die Neuseeland-Etappe der R.E.M.-Tour 2005 als Support einlud. Für die damals gerade einmal 18-jährigen Musiker dürfte das einen gehörigen Schub gegeben haben, wie auch die Auszeichnung mit dem New Zealand Music Award – nach nur einem 7“-Single-Release. Produziert von Ian Broudie (The Rifles, The Coral, The Zutons) erstrahlt „Hunting Whales“ als Garage Rock-Hoffnungsträger mit Blues-Wurzeln und einer ungemein authentischen Wut, die in diesem Fall ausgefeilte Musikalität eher begünstigt als einschränkt.

So triumphieren bei „Take Me There“ flinke Gitarren-Riffs und rhythmisch überaus wohlig präsente Schlagzeug-Parts, die vom wütenden bis verzweifelten Timbre des Sängers treibend eingerahmt werden. Kaum zu glauben, dass wir es hier mit einem Newcomer zu tun haben, dessen Mitglieder kaum über 20 sind, denn die Umsetzung der würzigen Arrangements atmet die Luft aus längst vergangenen Musikjahrzehnten, in denen Blues- und Garage-Rock noch das Bild dominierten. Heulende Gitarren-Soli lassen einen verwundert genießen und aufsaugen, bis einem das lärmende Song-Finale wieder zurückholt.

In noch nicht einmal 40 Minuten zeigen The Checks so manchem alten Hasen, wie erdige und eindringliche Rockmusik klingen kann und auch mit herzigen, doch stets kantigen Balladen den Hörer auf lebendige Art und Weise erreicht. Dabei stechen neben den beinharten Rockern vor allem die langsameren Stücke, wie „Tired From Sleeping“ oder „Where Has She Gone“ hervor, denn dort fasziniert die Melange aus wütendem Ausgangspunkt und einem Herz aus Gold am meisten, wie die Akustikgitarren und die trotzdem raue Gangart bei „Where Has She Gone“ beweisen. „Terribly Easy“ steht den herausragenden Songstrukturen in nichts nach, nur dass hier doch eher sonnengereifter Sixties-Pop Pate steht, dieser aber seine Aufgabe mindestens genau so gut macht und noch einmal deutlich wird, wie viel Spaß uns The Checks derzeit machen.

Anspieltipps:

  • Take Me There
  • Where Has She Gone
  • Terribly Easy
  • Don’t Wait

Neue Kritiken im Genre „Rock“
9/10

News Of The World (40th Anniversary Edition)
  • 2017    
8/10

Automatic For The People (25th Anniversary Edition)
  • 2017    
Diskutiere über „The Checks“
comments powered by Disqus