Godsmack - Good Times, Bad Times: Ten Years Of Godsmack - Cover
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Godsmack Good Times, Bad Times: Ten Years Of Godsmack


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 66 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Herrlich konsequent – aber auch reichlich überflüssig.

Nach vier Studioalben und einer Akustik-EP, die sich zusammen acht Millionen Mal verkauften, ziehen die Alternative Rocker aus Boston Bilanz und kommen zu dem pathetischen Schluss, dass es in den zehn Jahren der Bandgeschichte „gute Zeiten und schlechte Zeiten“ gab. Diese platte Analyse trifft freilich auf so ziemlich jeden zu, der aktiv am Leben teilnimmt. Aber wenn sie nur dazu dient, ein Best-Of-Album mit einem anderen Titel zu dekorieren, soll es uns recht sein. Außerdem haben Godsmack „Good times, bad times“ von Led Zeppelin gecovert und als einzigen „neuen“ Song auf diese Compilation gepackt. Herrlich konsequent – aber auch reichlich überflüssig.

In ihrer Heimat können Godsmack zehn Top-5-Singles, davon drei Nummer-1-Songs, in den Billboard Charts vorweisen. Damit sind sie im Bereich des Alternative Rock eine durchaus große Nummer, auch wenn sie nicht in derselben Liga wie z.B. Linkin Park spielen. Überhaupt, nimmt man die Verkaufszahlen aller Alben genauer unter die Lupe, fällt auf, dass von den acht Millionen abgesetzten Einheiten allein vier auf das selbstbetitelte Debüt aus dem Jahr 1998 fallen. Den Rest teilen sich die übrigen Veröffentlichungen, was im Schnitt nach US-Maßstäben immer noch eine Platin-Auszeichnung pro Album bedeutet.

Womit Godsmack dieses kleine Kunststück vollbracht haben, macht die vorliegende Werkschau „Good Times, Bad Times: Ten Years Of Godsmack“ ganz gut deutlich: Jedes ihrer Alben enthält mindestens einen herausragenden Song, mit dem sich ganz prächtig Käufer anlocken lassen. Dabei deckt die Band um Mastermind Sully Erna (Musik, Texte, Gesang) nicht nur den Alternative-Bereich ab, sondern streift auch Nu-Metal- und Grunge-Gefilde, wobei es ihnen besonders die Klänge von Alice In Chains angetan haben. Nicht nur dass sie sich nach einem Song der Seattle-Heroen benannt haben, besonders ihre ruhigen Stücke (speziell nachzuhören auf der „The Other Side EP“) kommen dem AIC-Sound auf verblüffende Weise sehr nahe.

Allerdings darf auch nicht verhehlt werden, dass sich nicht wenige Godsmack-Songs in Aufbau und Struktur sehr ähnlich sind, was vor allem im ersten Drittel der Compilation auffällt. Mit zunehmender Spieldauer gestaltet sich die 16 Songs umfassende Werkschau aber als würdige Zwischenbilanz einer kernig rockenden Band mit überproportionaler Chartkompatibilität, in der gewiss noch mehr steckt, als hier zu hören ist.

Anspieltipps:

  • Speak
  • Touché
  • Realign
  • The enemy
  • Bad religion
  • Running blind
  • Straight out of line
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