Helge Schneider - Akopalüze Nau: Live - Cover
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Helge Schneider Akopalüze Nau: Live


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Musikalische Sahnestücke und haarsträubende Fantasiegeschichten.

Mit „Dankeschön, auf Wiedersehen!“ wird der Konzertbesucher gleich am Anfang begrüßt. Ja, so kurz können Auftritte von unserem Helge sein. Schade. Schade. Schaaaaade! Doch innegehalten! Schließlich ist das komödiantische Musikgenie ein kleiner Schelm, der sein treues Publikum niemals so früh nach Hause schicken würde, und zudem ein hart arbeitender Künstler, der seit einem geschlagenen Jahr, fast ohne Unterbrechungen, auf Tournee ist. Da ist es nur logisch, dass mit „Akopalüze Nau!!! Live!“ kurz vor dem Jahreswechsel noch ein Live-Album erscheint, das nach „I Brake Together“ und „Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas“ Helges dritte Tonträger-Veröffentlichung in diesem Jahr darstellt.

Es gibt nur wenige Künstler, bei denen Live-Alben soviel Sinn machen wie bei Helge Schneider. Denn jeder seiner Auftritte ist einzigartig und ein Feuerwerk der Improvisation, das nur notdürftig von einem Programm zusammengehalten wird. Auf „Akopalüze Nau!!! Live!“ stellen ein paar kleine Auszüge aus „I Brake Together“ den groben Rahmen dar. Etwa das verrückt-geniale „Die Trompeten von Mexiko“ oder ein imaginäres Duett mit Udo Lindenberg („Udo“). Auch der „Telefonmann“ ist wieder anzutreffen, doch das Arrangement ist inzwischen weder mit der Ur-Version noch mit der „I Brake Together“-Version vergleichbar. Gut so! Denn dadurch bleibt es immer spannend, auch wenn man zu wissen meint, was als nächstes folgt.

Absolute Highlights, neben musikalischen Sahnestücken wie „Blues“ und „Fly me to the Moon”, sind natürlich wieder die haarsträubenden Fantasiegeschichten, die sich Helge spontan ausdenkt und bis zum Anschlag ausschmückt. Dabei geht es um die Zauberer „Siegrid und Rolf“ (ihre größte Nummer: „Katze verschwinden lassen im Sack mit Steine drin im Eimer Wasser“), es werden Idole und Vorbilder für Mann und Frau gesucht (etwa die bekannte Porno-Queen Angela Merkel), wir erleben die Wildecker Herzbuben beim Ski-Springen im Sauerland (Stichwort: „flatternde Halsadern“), in einem Parallel-Plot wird die Story einer „total verfickten Kindergärtnerin“ angerissen und nach sensationellen Enthüllungen über den „Lieben Gott“ festgestellt, dass Tiger sowieso komische Menschen sind. Alles klar?! Nein? Dann bleibt nur eines übrig: Rein in den Laden und den albernen Helge gekauft.

Anspieltipps:

  • Udo
  • Idole
  • Blues
  • Chanson
  • Chinesische Mauer
  • Fly me to the moon
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