Ghostface Killah - The Big Doe Rehab - Cover
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Ghostface Killah The Big Doe Rehab


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit charismatischen Raps und abwechslungsreichen Songs, die nicht im penetrant eintönigen Gangsta-Sumpf dümpeln, liefert Ghostface Killah gutes bis sehr gutes HipHop-Entertainment ab.

Ob es wirklich eine gute Idee ist, wenn Wu-Tang-Clan-Mitglied Ghostface Killah und die besagte Kult-Rapper-Posse am selben Tag ihre neuen Alben veröffentlichen? Nicht dass sich der geneigte Käufer am Ende für eine Album entscheiden und einen Silberling im Laden zurücklassen muss, um ihn erst Wochen später zu erwerben. Bis dahin kann nämlich schon alles zu spät sein und der Flop aufgrund mangelnder Verkaufszahlen ist amtlich.

Zwar ist das nicht mehr für möglich gehaltene Comeback des Wu-Tang Clan sechs Jahre nach „The Flag“ (2001) mit dem Album „8 Diagrams“ potenziell eine Klasse sensationeller als das dritte Ghostface-Killah-Album in zwei Jahren. Doch beim Killah (bürgerlich Dennis Coles) weiß der Käufer was er hat. „8 Diagrams“ soll dagegen übermäßig stark von RZA (alias Robert Diggs) geprägt sein, der die Clan-Rückkehr vorangetrieben und seine künstlerischen Vorstellungen in den Vordergrund gestellt hat.

„The Big Doe Rehab” ist ein klassisches Qualitätsprodukt ohne große Schwächen – aber auch ohne Überraschungen. Damit hat der Killah dem großen 50 Cent einen Schritt voraus, der mit „Curtis“ ein sterbenslangweiliges Album vorgelegt hat. Und er beweist, dass Old-School-Rap keinen künstlichen Schnickschnack benötigt. So wurde auch die Feature-List auf ein Normalmaß eingedampft, nachdem sich auf „More Fish“ (12/2006) noch sage und schreibe 14 Kollegen die Klinke in die Hand gaben. Die wichtigsten Gäste auf „The Big Doe Rehab” sind die Wu-Tang-Buddies Raekwon, Masta Killa, U-God und Method Man – und das reicht auch vollkommen!

Mit seinem charismatischen Rap-Style und abwechslungsreichen Songs, die nicht im penetrant eintönigen Gangsta-Sumpf dümpeln, liefert Ghostface Killah eine Stunde lang gutes bis sehr gutes HipHop-Entertainment ab, das für so manche Genre-Gurke in diesem Jahr entschädigt.

Anspieltipps:

  • Supa GFK
  • Walk around
  • We celebrate
  • Toney Sigel a.k.a. The Barrel brothers
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