Psychopunch - Moonlight City - Cover
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Psychopunch Moonlight City


  • Label: Silverdust/SOULFOOD
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum steht das siebte Album der schwedischen Rock´n´Roller von Psychopunch in den Regalen, welches den dritten Longplayer beim deutschen Label Silverdust Records darstellt und als „Moonlight City“ eine rasante, energetische Reise durch Schweine- und Punkrock unternimmt. Als Produzent stand Pelle Saether und die Band selbst im schwedischen Västeras an den Reglern und transportiert den rauen, aber melodischen Charme in bester „nach mir die Sintflut“-Manier in die Wohnzimmer, wobei der Live-Charakter einer solchen Band viel aussagekräftiger sein dürfte. Fest steht jedoch, dass der Vierer aus dem hohen Norden seine Hausaufgaben gemacht hat und den Winter mit vollmundigem Rock bearbeitet, so dass auch die langen, kalten Nächte den Kürzeren ziehen.

Neben dem rauchigen Organ von Sänger JM überzeugen vor allem die punktgenauen, sich euphorisch in die Höhe des Rockolymps spielenden Lead-Gitarren von Joey. Dazu gesellt sich eine handfeste Grundlage aus Bass sowie Schlagzeug, die auf mächtige Art und Weise den dringlichen Sound einrahmt. Das Bass-Spiel in „On My Own“ füllt die ruhigeren Momente des Songs wunderbar aus und wird vom hymnischen Refrain gefolgt, der zukünftig für eine gehörige Resonanz beim Publikum sorgen wird. Immer wieder erheben sich wie bei „On My Own“ majestätische Gitarren und erhöhen so den ohnehin schon enormen Energie-Anteil von „Moonlight City“.

Obwohl das Arrangement-Korsett im Feld zwischen Punk und Rock´n´Roll eng sitzt und Abschweifungen von den Losgeh-Rockern mit Pogo-Versicherung nicht vorhanden sind, verlässt Psychopunch nie die Spannung und die Freude, die sich auch beim Hörer ab der ersten Minute einstellt und bis zum letzten Song, „Lay Me Down“ vorhält. Da kommt den Skandinaviern sicher ihre Vorgeschichte in anderen Bands und auch ihre mittlerweile beachtliche Zeit als Psychopunch zu gute, denn musikalisch ist man ganz oben mit dabei. Auch wenn diese Musik vor allem live zur Geltung kommt, lohnt sich das siebte Werk des Quartetts für ein spontanes Rock-Menü ohne Reue.

Anspieltipps:

  • On My Own
  • No One Really Knows
  • Another Statement
  • It Hurts Me More Than I Can Say

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