Fleetwood Mac - Hit Collection-Edition - Cover
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Fleetwood Mac Hit Collection-Edition


  • Label: Ariola/SonyBMG
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Warum Fleetwood Mac 1969 mehr Schallplatten als die Beatles und die Rolling Stones verkauften, lässt sich auf dieser Hit Collection nachhören.

Als einzige Konstanten in der Besetzung von Fleetwood Mac sind die Namensgeber Mick Fleetwood und John McVie zu nennen, die 1967 mit Peter Green zusammen die Band gründeten und in den späten Sechzigern Erfolge als Blues-Kollektiv feierten. Drei Gitarren, allen voran Virtuose Peter Green, bereiteten dem psychedelischen Sound ein intensives Klangerlebnis, an dem der Songwriter Green schnell zerbrach. In seinen Augen lastete der Erfolg allein auf seinen Schultern, was zu exzessivem Drogenkonsum führte und schließlich seinen Weggang im Jahr 1970 begünstigte. Als der Vorschlag Greens, die Einnahmen aus der Musik wohltätig zu spenden, abgelehnt wurde, verließ er die Band, ohne seine musikalischen Visionen zu vernachlässigen. Er spielte als Solo-Artist und gab anderen Kollektiven, wie der Peter Green Splinter Group, mit seinem markanten Gitarrenspiel eine herausragende Note.

Warum Fleetwood Mac 1969 mehr Schallplatten als die Beatles und die Rolling Stones verkauften, lässt sich nun auf der Hit Collection von SonyBMG nachhören, die sich ausschließlich auf die Zeit von Fleetwood Mac mit Peter Green bezieht. Seine unglaublich versierte Arbeit an der Gitarre lässt einen eine Zeit miterleben, die nicht nur musikalisch von Aufbruch geprägt war. Wie bei den anderen Collections dieser Reihe leidet allerdings die Optik, welche unpersönlich erscheint, um nicht zu sagen billig mit der heißen Nadel gestrickt ist. An der Musik ändert das nichts, breiten sich Songs wie das atmosphärische, zurückgenommene Instrumental „Albatross“ oder das stampfende, wunderbar kratzige „Doctor Brown“ doch nachgiebig im Kopf aus. Auch „Black Magic Woman“, welches erst durch die Adaption von Santana hochgradig erfolgreich wurde, lässt einen strahlen und genießen. Tief gehende Blues-Arrangements zeigen deutlich, wie wertvoll Fleetwood Mac mit Peter Green waren. Dass sich die Compilation also „lediglich“ auf die Zeit zwischen 1967 und 1969 konzentriert, ist erfreulich, auch wenn die eher im Mainstream zu verortende Zeit ab 1970 ein guter Kontrast gewesen wäre.

Anspieltipps:

  • Albatross
  • Black Magic Woman
  • Doctor Brown
  • Love That Burns

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