Deep Purple - Hit Collection-Edition - Cover
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Deep Purple Hit Collection-Edition


  • Label: Ariola/SonyBMG
  • Laufzeit: 75 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die vorliegende Scheibe kommt nun mit insgesamt elf Songs daher, darunter sechs Live-Aufnahmen.

Ja, ja, die Weihnachtscompilations machen auch vor den altehrwürdigen Deep Purple nicht halt: So bietet sich auch im Falle der Jungs aus England für Interessierte die Gelegenheit, mithilfe eines Best-Of-Albums einen Eindruck über das Werk der letzten rund 40 Jahre zu erhalten.

Die vorliegende Scheibe kommt nun mit insgesamt elf Songs daher, darunter sechs Live-Aufnahmen, die dem Hörer einen Eindruck der Rock-Legende Deep Purple zu vermitteln versuchen. Auf den ersten Blick finden sich auch die altbewährten Klassiker wie „Smoke On The Water“ oder „Child In Time“ auf Anhieb wieder – das klingt vielversprechend. Leider macht sich beim erstmaligen Hören ziemlich schnell Ernüchterung breit: Die Live-Aufnahmen klingen sehr matschig, wirken schlecht abgemischt und können kaum etwas vom Flair der Originale vermitteln. Umso ärgerlicher, da es sich eben bei diesen Live-Aufnahmen um die eigentlichen Perlen im Repertoire der Band handelt. Der Rest der Scheibe enthält im Großen und Ganzen einen durchaus angemessenen Querschnitt durch die verschiedenen Epochen der Band.

Der negative Eindruck, der mit den angesprochenen Live-Mitschnitten einhergeht, verstärkt sich auch bei diesem Best-Of aus dem Hause Sony BMG in Bezug auf die Aufmachung: Auch im Fall der Deep Purple-Scheibe ist die Optik mehr als lieblos, der Hörer bekommt auch hier keine weiteren Informationen in Form eines Booklets an die Hand gegeben. Ob dann nur der attraktive Preis als Kaufanreiz ausreicht muss jeder für sich selbst entscheiden.

Leider ist es der Platte somit nicht wirklich möglich zu überzeugen: Zwar ist das Gesamtwerk von Deep Purple über jeden Zweifel erhaben – umso bedauerlicher ist es jedoch, wie schlecht dieses Best-Of zusammengeschustert ist. Wie angesprochen klingen die Live-Tracks einfach nur wie ein großer Haufen Krach, so hart dies auch klingen mag. Gerade wer andere Live-Mitschnitte von Deep Purple kennt vermag einzuschätzen wovon ich schreibe. So ist beispielsweise das virtuose Gitarrenspiel von Ritchie Blackmore in vielen Passagen bestenfalls zu erahnen.

Um als Interessierter einen Eindruck zu kriegen, was so faszinierend an Deep Purple ist, empfiehlt sich wohl eher der Griff zu Alben wie „Made in Japan“, die dem hier vorgelegten deutlich überlegen und diesem vorzuziehen sind.

Anspieltipps:

  • Smoke On The Water
  • Highway Star
  • Child In Time

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