Matt Costa - Unfamiliar Faces - Cover
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Matt Costa Unfamiliar Faces


  • Label: Brushfire/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Plattenfirma Brushfire Records schickt gleich Anfang dieses neuen Jahres ihre besten Leute ins Rennen. Matt Costa, der Kalifornier mit portugiesischen Wurzeln, ließ die Musikwelt und auch die Hörer aufhorchen, als er 2006 mit „Songs We Sing“ ein viel beachtetes Debütalbum vorlegte, welches den Helden der Vergangenheit huldigte und trotzdem sehr modern und sonnig klang. Im Februar folgt dann der Freund, Labelchef und Tourneepartner Jack Johnson, der den Folkpop wieder ins Radio brachte.

Musikalisch unterscheiden sich die beiden Songwriter durchaus. Gerade beim Erstling setzte Costa auf altmodischen Rock, hörbaren Keyboardeinsatz sowie balladesken Folkpop der gehobenen Klasse. Beim nun schon vorliegenden zweiten Longplayer gibt Matt Costa flotte Songs zum besten, doch die Härte des Debüts erreicht er nicht. Ein paar wenige Countryeinflüsse schimmern jetzt durch und eine Songperle wie „Vienna“ – eine Hommage an Wien – hätte auch zu Herrn Johnson gepasst.

Der stärkste Track der 12 Eigenkompositionen eröffnet den Reigen: „Mr. Pitful“ verschleudert geradezu die gute Laune im Sekundentakt, das Piano dominiert einen mitreißenden Song, der auch von der britischen Newcomerin Kate Nash stammen könnte. Ebenso stimmungsmachend im positiven Sinne sollte wohl auch „Miss Magnolia“ sein. Doch diesem mundharmonikadurchtränkten Countryetwas fehlt die gute Melodieführung, die sonst als das Markenzeichen von Costa gilt. „Lilacs“ und „Emergency Call“ bestechen auch durch gute Melodien, die Costa mit heller Stimme und traditioneller Instrumentierung – Drums, Gitarre und Keyboard – anführt und die mit jedem Hördurchgang wachsen und echtes Sommergefühl auf kalifornische Art transportieren.

Leider setzt der Amerikaner nach den hochwertigen Songs zu Anfang nicht nach und es fehlt dann ein klein bisschen an zündenden Ideen, aber richtig schlechte Kompositionen vollbringt er auf diesem Album nicht und die Tracks bergen viel musikalische Abwechslung. Seine Songwriterqualitäten bewies der Ex-Profi-Skateboarder schon beim ersten Silberling, dieses zweite Werk enttäuscht keinesfalls, es bleibt aber in der Bewertung hinter dem Debüt zurück, da dort die durchgehende Qualität und mehr Tempo vorhanden war.

Anspieltipps:

  • Mr.Pitful
  • Lilacs
  • Emergency Call
  • Vienna

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