Glen Hansard - Soundtrack: Once - Cover
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Glen Hansard Soundtrack: Once


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Diesem Soundtrack wird mit Recht auch der Erfolg des Films zugeschrieben.

Glen Hensard ist Leadsänger der irischen Band The Frames, die 2005 ihr Meisterwerk „Burn the Maps“ veröffentlichten, welches vor allem die Kritiker angesichts ihres fast perfekten Emo-Rocks zum Schwärmen brachte. Als schauspielernder Musiker geriet Hensard spätestens seit dem 1991er Musikfilm „The Commitments“ ins Rampenlicht.

Nun stand Mister Hensard in der Low Budget Produktion namens „Once“, wieder ein Musikfilm, vor der Kamera und die Liebesgeschichte eines irischen Straßenmusikers und einer tschechischen Pianistin heimste den Publikumspreis des Sundance-Filmfestivals ein und spielte bisher schon deutlich mehr als die Produktionskosten ein. Den Soundtrack des Films schrieb und produzierte der Vollblutmusiker natürlich selbst.

Die weibliche Hauptdarstellerin Marketa Irglova mischte bei vier Tracks kompositorisch mit und gesanglich trumpft sie sogar bei sechs Songs auf. Wenn man sich die Musik zu Gemüte führt, braucht man nicht lange, um zu begreifen worum es hier geht: tiefe Gefühle, die Hensard und auch Irglova musikalisch dermaßen zu Herzen gehend aufbereiten, da bleibt kein Auge trocken.

„Falling slowly“ zelebriert das Duett der beiden Hauptdarsteller sehr balladesk und herzzerreißend. Das gekonnte Zusammenspiel von Piano und Gitarre wird von den beiden Stimmen noch veredelt. „If you want me“ spinnt den sanften Faden weiter und erst mit „When your mind's made up“ gibt nach ruhigem Beginn etwas schnellere Töne zu hören, die Hensards Gesang vorantreibt und die musikalische Abwechslung beinhalten. Der einzige nicht selbstkomponierte Track „Gold“ versprüht mithilfe von Geigen und stimmlichem Duett sehr viel irische Melancholie. „Fallen from the sky“ benutzt mehr rockige Elemente ohne richtig laut zu werden und Hensard wird einmalig von seiner Band The Frames unterstützt. Das lauteste Stück ist eindeutig „Trying to pull myself away“, das zwar auch mit Violinen daherkommt, doch Drums, Gitarren sowie die markante Stimme Hensards beherrschen diesen Rocker.

Der Longplayer zu dem empfehlenswerten Film glänzt eindeutig mit vertonter Melancholie und Gefühlsaufwallungen der berührenden Art. Dabei gibt es nicht unbedingt einzelne Glanzstücke, die überragen, sondern die Kompositionen passen einfach stimmungsmäßig perfekt zusammen, da sie das durch unterschiedliches Tempo das „Auf und Ab“ der stürmischen Gefühlswelt der filmischen Hauptfiguren musikalisch treffend darstellen. Diesem Soundtrack wird mit Recht auch der Erfolg des Films zugeschrieben, da diese Songs mehr Geschichten erzählen als endlose Dialoge, die der Film „Once“ mit Absicht unterlässt.

Anspieltipps:

  • Falling Slowly
  • Fallen from the sky
  • Trying to pull myself away

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