The Dunes - Socializing With Life - Cover
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The Dunes Socializing With Life


  • Label: Curve Music/ALIVE
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Das neue Jahr bringt uns ja bekanntlich neben einer wahren Fülle an Neuerscheinungen auch solche von vielversprechenden Newcomern. Das vorliegende Album ist ein solcher Kandidat: „Socializing With Life“ ist das Debüt der kanadischen Newcomer „The Dunes“. Das aus Ontario stammende Quartett versucht mit diesem Longplayer erstmals Fuß in der alten Welt zu fassen und auch hierzulande die Hallen zu füllen.

Erreicht werden soll dies unter der Prämisse „The Song is King“, wie die Jungs selbstbewusst auf ihrer Homepage kundtun (s. theduneslive.com). Ein durchaus starkes Statement direkt zu Anfang – unter dem das Album denn nun auch betrachtet werden muss. Und was soll man sagen: Das sind nicht nur leere Phrasen – im Gegenteil. Von Beginn an wird beim Zuhörer der Eindruck erweckt, dass tatsächlich der Song den ersten Rang vor Selbstinszenierung und Konformität inne hat. Der Stil der Band lässt sich schwer eindeutig zuordnen, in einigen Passagen erinnert er zwar auffallend an U2 – in anderen Momenten aber auch an Bands wie Radiohead und sogar die Beatles. Insgesamt lässt sich hier also keine richtige stilistische Festlegung ausmachen – genau so wünscht man sich das für ein Debütalbum.

Auch musikalische vermögen die Jungs zu überzeugen: An ihren Instrumenten mehr als solide und weitgehend auf größere Soloeskapaden verzichtet machen die Jungs hier richtig Druck– auch hier schlägt das oben genannte Prinzip der Songdienlichkeit voll ein. Sänger Kevin Pullen verfügt über eine im aktuellen Vergleich durchaus konkurrenzfähige Stimme mit der es vermag, den Songs die richtige Portion Flair einzuhauchen. Zugleich zeichnet er als Songwriter auch für die textliche Qualität des Albums verantwortlich. Natürlich werden auch bei den Dunes die altbekannten Themen Liebe, Träume und Verlust wiederbelebt, jedoch hat man den erfreulichen Eindruck, dass hier nicht mit altbekannten Plattitüden gefochten wird sondern die Absicht darin besteht, den Songs inhaltlich wirklich Gehalt einzuverleiben.

Unterm Strich lässt sich somit folgendes subsumieren: Im Falle von „Socializing With Life“ handelt es sich um ein wirklich starkes Debütalbum, aus Sicht des Autors um eines der besten der vergangenen Monate. Es verfügt über musikalische Qualität, folgt in textlicher Hinsicht nicht den ach so bekannten, immer gleichen Geschichten und macht auch nach mehrmaligem Hören noch richtig Spaß. Da darf man zu Recht auf die ersten Liveshows und weitere Alben gespannt sein. Vorerst heißt es jedoch: Respekt für diesen Neuling – weiter so.

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