4Lyn - Hello - Cover
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4Lyn Hello


  • Label: Rodeostar/SPV
  • Laufzeit: 36 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Nu-Metal noch am boomen war und sich Fred Durst und diverse Genrekollegen nicht verstecken mussten, wäre „Hello“ vielleicht noch als Party-Album durchgegangen.

2008. Die neueste Gurke der ehemaligen deutschen Nu-Metal-Hoffnung 4Lyn erscheint. Wie Kollege Reichel in seiner Kritik zum Vorgänger attestiert hat, wäre eine Veröffentlichung des letzten Werkes „Compadres“ (12/2005) von Ron Cazzato (Gesang), René Knupper (Gitarre), Björn Düßler (Bass) und Sascha Carrilho (Schlagzeug) aufgrund der „textlichen Trivialitäten“ und des generell geringen Nährwertes fatal für die folgenden 12 Monate gewesen. Da 2007 alles in allem aber sowieso nicht gerade mit Sensationen und herausragender Musik gegeizt hat, kann das neue Jahr trotz der recht dürftigen Begrüßung der vier Deutschen sowieso nur besser werden.

Hat man nach dem ersten Durchgang von „Hello“ noch das Gefühl, ein leicht über dem Durchschnitt angesiedeltes, anständig aus sich herausgehendes Rock-Album in Händen zu halten, senkt bereits die zweite Runde die Platte auf ein Niveau, das die Schultern nicht einmal mehr mit einem Zucken goutieren. Schuld daran ist vor allem die Devise möglichst coole Breaks einzubauen und ein flottes Tempo vorzuweisen um mögliche Unstimmigkeiten auf textlicher Ebene zu kaschieren. Dass nämlich gut mehr als die Hälfte der Stücke nichts zu sagen haben, es lieber vorziehen möglichst dreckig zu rocken und das natürlich besonders rau und ungeschliffen ohne Rücksicht auf den Song an sich, ist trotz des Anspruchs, gute Laune verbreiten zu wollen, ordentlich nach hinten losgegangen.

Als Nu-Metal noch am boomen war und sich Fred Durst und diverse Genrekollegen nicht verstecken mussten, wäre „Hello“ vielleicht noch als Party-Album durchgegangen, dass den Anschluss verpasst hat. Heutzutage kräht nach einem Track wie „The grind“, „Too much of anything“, „Lovemaker/Soulshaker“ oder „The jumpoff” jedoch kein Hahn mehr und an einer Mischung aus Linkin Park, Korn, Limp Bizkit und Papa Roach ist sowieso niemand mehr interessiert. Wieso 4Lyn trotz minimaler musikalischen Korrekturen (weniger Geschrei, mehr Rock) dann noch immer daran festhalten und nicht wie z.B. Emil Bulls eine komplette Neuorientierung vornehmen („The life acoustic“ (02/2007)), bleibt ein Rätsel. Vielleicht gibt den Jungs ja zu denken, dass „Nostalgia“ und „World´s gone crazy“ die zwei besten Songs der Scheibe sind.

Anspieltipps:

  • Nostalgia
  • World´s Gone Crazy

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