The Hoosiers - The Trick To Life - Cover
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The Hoosiers The Trick To Life


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

The Hoosiers, ein schwedisch-englisches Trio, bezeichnen ihre Musik selbst als Odd-Pop (zu deutsch: merkwürdiger Pop) und wenn man so durch die Geschichte, das Erscheinungsbild der Formation und die Songtitel schaut, weiß man auch, warum dies so ist. Als nettes Gimmick erscheint das in England bereits auf Platz 1 gechartete Debütalbum „The Trick To Life“ in vier verschiedenen Ausführungen, die sich in den Farben unterscheiden, aber allesamt gleichermaßen positiv bunt gestaltet sind. Sänger/Gitarrist Irwin Sparkes (der laut Booklet vor allem die Saiten E und B bedient) hatte laut Legende in der Schule einen Chemie-Lehrer, der Schlagzeuger der 70er-Jahre-Popgruppe Sailor („Girls, Girls, Girls“, „A Glass Of Champagne“) war. Hört man den losgelöst erfrischenden Longplayer des Trios sind dann auch gewisse Parallelen zum Sound von Sailor festzustellen, was vor allem an der Dringlichkeit und der glamourös poppigen Ausstrahlung liegt.

Spielerischer Witz in Verbindung mit geschmackvoller musikalischer Ausarbeitung sind die Eckpunkte, die sich um die Hoosiers drehen und erklären, warum nach der bereits sehr erfolgreichen ersten Single „Worried About Ray“ auch der Nachfolger „Goodbye Mr A“ im Vereinigten Königreich für Furore sorgte. Auf diesem Album stimmt vieles und so ist es wünschenswert, dass Irwin Sparkes, Alfonso Sharlando sowie Martin Skarendahl auch in Deutschland deutlich erhört werden.

Beim Opener „Worried About Ray“ spürt man schon, wie sich die Musik im Gehirn verankert und sich dort für einen Ohrwurm nach dem anderen verantwortlich zeichnet. An diesen ironischen, stets durchdachten, aber beschwingten Pop-Entwürfen wird man seine Freude haben. Das Schlagzeug treibt nicht nur bei „Worried About Ray“ die mit Gitarre, Piano und Streichern ins Spiel gebrachten Melodien voran und gibt sich als einprägsamer Gute Laune-Faktor. Genau da macht auch „Worst Case Scenario“ weiter, wobei dort besonders die sonnigen, britisch gefärbten Gitarren herausstechen und der hohe, teils schillernd androgyne Gesang eine angenehme Theatralik unterbringt. Auch dass es teils deutliche Verweise zu musikalischen Kollegen gibt, stört den Gesamteindruck nicht, vielmehr ist es als Augenzwinkern zu verstehen, wenn zum Beispiel bei „Run Rabbit Run“ Radiohead vorbeischauen oder „Cops And Robbers“ eine beträchtliche Nähe zu „Lovecats“ von The Cure nicht verhehlen kann. So swingt und schwelgt sich das Trio durch elf Songs, die allesamt auch noch nach dem zehnten Durchlauf zünden und Pop mit hohem Qualitätsstandard abliefern.

Anspieltipps:

  • Worried About Ray
  • Goodbye Mr A
  • Clinging On For Life
  • Killer

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