Reverend & The Makers - State Of Things - Cover
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Reverend & The Makers State Of Things


  • Label: Wall Of Sound/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Neben kleinen Ausflügen in Dub- sowie Ska-Gefilde bietet „The State Of Things“ ein buntes Potpourri und bleibt schnell im Ohr des Konsumenten hängen.

Reverend Jon McClure ist eine Art Indie-Ikone in Sheffield, wie die Vorbildfunktion des Mittzwanzigers für die Arctic Monkeys beweist. Der Bruder von Jon zierte dann auch folgerichtig das Debütalbum der Senkrechtstarter. Mit den Makers und Produzent Jagz Kooner (Garbage, Manic Street Preachers, Primal Scream, Radio 4, ...) setzt er nun verhältnismäßig spät zum ersten Longplayer an, doch der kann sich durchaus hören lassen, auch wenn er daran leidet, leicht konsumierbar zu sein und dadurch schnell den guten Eindruck zu verprassen, wie die frische Energie der Arctic Monkeys auf deren Erstling irgendwann einfach gegessen war. Die Parallelen hören einfach nicht auf, zumal Sänger Alex Turner auch noch als Gastvokalist sowie -gitarrist auf „The State Of Things“ in Erscheinung tritt. Musikalisch ist das ganze aber um einiges synthetischer, dadurch jedoch nicht weniger freudig unterhaltend. Gerade der Effekt auf der Stimme und rotierende Synthesizer geben dem Album einen markanten Unterton und Raffinesse.

Handclaps und ein Uptempo-Beat eröffnen das Album mit dem Titeltrack schwungvoll und hitverdächtig. So gesellt sich Elektronisches neben Indie-Rock und eine ausgelassene Party-Stimmung, die durch flirrende Gitarrensounds und anschwellende Orgel-Ergüsse den Auftakt schmackhaft gestalten. Acid-Sounds schauen neben Alex Turner bei „The Machine“ vorbei, wobei exakt die selbe Machart wie beim Opener langsam aber sicher die Sache etwas weniger eindrucksvoll gestaltet. Einzig die Vocoder-Einlage stiftet noch etwas wundersame Verwirrung und Freude. Ansonsten bleibt es auch über weite Teile der restlichen Spielzeit vorhersehbar und elektronisch-rockig mit Acid- sowie (New?) Rave-Touch. Neben kleinen Ausflügen in Dub- sowie Ska-Gefilde bietet „The State Of Things“ ein buntes Potpourri und bleibt schnell im Ohr des Konsumenten, selbst wenn manchmal ein Hauch zu viel der derzeit hippen Glamourposen der Musik zuteil wird und man sich etwas mehr natürliche Bodenständigkeit wünscht. Auf jeden Fall ein Album, das gut und gern einmal mehr rotieren darf, auch wenn es in einem halben Jahr vielleicht kaum noch einen interessiert.

Anspieltipps:

  • The State Of Things
  • Open Your Window
  • Miss Brown

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