Delta Goodrem - Delta - Cover
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Delta Goodrem Delta


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 48 Minuten
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Delta Goodrem - Delta
10 1 7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Nimmt man von Deltas nunmehr drei Studioalben die jeweils besten Songs zusammen, ergibt dies ein kleines Meisterwerk.

Den Krebs überwunden, neben der Karriere als TV-Schauspielerin auch als Musikerin erfolgreich und inzwischen hat Delta Goodrem auch noch ihr privates Liebesglück gefunden. Denn seit 2006 ist die 23-Jährige mit Brian McFadden (war von 1998 bis 2004 Mitglied der irischen Boygroup Westlife) zusammen und seit ein paar Monaten sogar mit ihm verlobt. Herz, was willst du mehr?

An Frau Goodrems Stelle hätten gewiss nicht wenige Künstler ihr Glück der ganzen Welt mitteilen wollen und ein zuckersüßes, vor Balladen triefendes „Ach, was geht’s mir gut“-Album aufgenommen. Doch davon bleibt der Hörer auf „Delta“ verschont, selbst wenn Delta Goodrem auch heuer einige wunderschöne Balladen wie „I can’t break it to my heart“ und „God laughs“ in ihrem Repertoire hat. Eine Überdosierung ist, wie bei allen anderen Dingen im Leben auch, dennoch nicht empfehlenswert.

Als Ausgleich hat die 23-Jährige zusammen mit ihren Produzenten und Songschreibern – darunter Stuart Crichton (Apollo 440, Pet Shop Boys, Sugababes), Tommy Lee James (Danielle Peck, Jedd Hughes, Cyndie Thomson), natürlich Brian McFadden sowie ein gewisser John Shanks als Arrangeur (Bon Jovi, Ashlee Simpson, Alanis Morissette, Kelly Clarkson) – ein paar tanzbare Songs in das Programm aufgenommen. Diese stehen der Sängerin, die in ihrer Heimat ein Abonnement auf den ersten Platz sowohl in den Single- als auch in den Album-Charts besitzt, sogar ganz gut, wie im Fall von „In this life“ (grandioser Refrain!) oder „Believe again“ zu hören ist. Leider zählen von den Dancefloor-orientierten Titeln mindestens drei zu den schwächeren des Albums („You will only break my heart“, „Possessionless“, „Bare hands“).

Da einem Künstler Experimente und der Hang nach Veränderung zugestanden werden müssen, sehen wir über die leicht verunglückten Dance-Einflüsse hinweg (wenn daran mal nicht der Herr McFadden schuld ist…) und erfreuen uns lieber an den typischen, melodietrunkenen Pop-Sahnestückchen der Australierin, von denen es auch auf „Delta“ mindestens ein halbes Dutzend zu bewundern gibt. Mit zumeist biographischen Texten ausgestattet, serviert Delta Goodrem ihren Hörern frische, abwechslungsreiche Musik, bei der ihr Pianospiel diesmal vielleicht etwas zu kurz kommt. Nichtsdestotrotz steht ihr Name weiterhin für eine tolle Stimme und überdurchschnittliche Popmusik, die es jetzt nur noch auf die Länge eines ganzen Albums auszudehnen gilt. Denn nimmt man von Deltas nunmehr drei Studioalben die jeweils besten Songs zusammen, ergibt dies ein kleines Meisterwerk oder eine „Best Of“-Platte, nach der man sich die Finger lecken würde.

Anspieltipps:

  • Woman
  • In this life
  • God laughs
  • Believe again
  • I can’t break it to my heart
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