Will Dailey - Back Flipping Forward - Cover
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Will Dailey Back Flipping Forward


  • Label: CBS Records
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der junge amerikanische Songwriter Will Dailey erlebte schon einiges in seinem kurzen Musikerleben: 2004 verkaufte er sein Auto, um sein Debütalbum „GoodbyeRedBullet“ in Eigenregie zu veröffentlichen und erreichte sogar einen Achtungserfolg in der Indieszene. Sein zweites Album schuf Dailey 2006 und nach einer kostspieligen Blinddarmoperation während einer Tour sah er sich genötigt, schnellstmöglich bei einem kleinem Indielabel zu unterschreiben, da er selbst für die Kosten dieser OP aufkommen musste. Der große Konzern CBS nahm ihn aber aufgrund seines Talents dann doch noch unter Vertrag, so dass dieses Zweitwerk 2007 nun offiziell weltweit zu erwerben ist.

In Deutschland kennt leider bisher niemand Dailey und seinen Produzenten und Freund Tom Polce, aber vielleicht würde sich das ändern, wenn man diesen Longplayer nicht nur als Import im Angebot wäre. Das Album beginnt mit einem entspannten Song namens „Boom Boom“ und mit sanfter Stimme und Instrumentierung beginnt die musikalische Reise durch Daileys Welt. Der hörbare Countryeinschlag oder die einfach handgemachte Musik gefallen erstmal und bedeuten einen guten Einstieg. „Grand Opening“ nennt der Mann seinen nächsten Streich und Gitarren und Drums gehen flotter zu Werke, die Bewertung „radiotauglicher Song“ bleibt sicherlich haften.

Nachdem „Hollywood Hills“ ein wenig in Pianobargefilde entführt und recht abwechslungsreich komponiert ist, reicht Dailey den ersten richtigen Höhepunkt: „Rise“ eröffnet er mit eindringlichem Gesang, um dann wieder die üblichen Gitarren und Drums temporär auftauchen zu lassen. Mit härteren Gitarren und seiner ausdrucksstarken Stimme sammelt er bei „Rise“ Pluspunkte, die sich bei „Eliza“ noch festigen: Die gesangliche Unterstützung aus seiner Heimatstadt Boston durch die Songwriterin Merrie Amsterburg verleiht der tempoarmen Ballade den nötigen Gänsehautcharakter.

„Undone“ oder „Bi-Polar Baby“ verschärfen das Tempo wieder auf normales Singer/Songwriterniveau und gerade letzteres rockt ziemlich hörenswert. Will Dailey mixt einen guten Folk-, Country- und Rockcocktail zusammen, der überdurchschnittliche Qualität besitzt, aber es kommen keine einzigartigen Songperlen dabei heraus. Es gibt sicher schlimmere Urteile über einen Musiker bei seiner zweiten CD, aber wer das Songwriter-Genre mag, sollte ein Ohr riskieren. Alle anderen werden Dailey dann wohl leider immer noch nicht kennenlernen, außer sie sind neugierig und importfreudig.

Anspieltipps:

  • Eliza
  • Rise
  • Undone
  • Bi-Polar Baby

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