Tina Dico - Count To Ten - Cover
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Tina Dico Count To Ten


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon Schlagerbarde Michael Holm wusste: „Dänen lügen nicht“. Deshalb sind die Alben der 30-jährigen Dänin Tina Dico auch immer eine grundehrliche, überraschungsfreie Angelegenheit. Schön: Bei Frau Dico weiß der Hörer eben noch, was er bekommt. Weniger schön: Auch nach „In The Red“ (10/2006) hat sich so gut wie nichts im Klangkosmos der sympathischen Songschreiberin verändert. Darunter leidet die Spannung erheblich.

Die junge Dame aus dem Hohen Norden pflegt auch auf dem Nachfolger „Count To Ten“, ihrem viertem Longplayer, der in Dänemark bereits im September 2007 auf den Markt kam, einen etwas drögen Songwriter-Pop, der zwar nett anzuhören ist, aber nicht verhehlen kann, dass für ihn die Maxime gilt: „Kennste einen Song, kennste alle“. So gestaltet sich die Suche nach Höhepunkten auf „Count To Ten“ nicht gerade einfach.

Mit einer vergleichsweise abgespeckten Produktion, die Tina Dico diesmal ganz allein in die Hand genommen hat, gibt sie ihrer Stimme und der Akustikgitarre viel Raum – Raum, den sie songwriterisch nur selten nutzen kann. Das passiert z.B. in der ersten Singleauskopplung „On the run“ oder im eindringlichen „You know better“. Doch dazwischen gesellen sich immer wieder relativ Platte Songs mit lyrischem Trallala wie „There’s a great big world out there / of good and bad and everything in between / I’ve got my own small world in here / of happy and sad and little I have seen” (aus „Night cab”).

Um nicht falsch verstanden zu werden: „Count To Ten“ ist gewiss kein schlechtes Album, aber in Sachen Harmlosigkeit ist Tina Dico nur schwer zu unterbieten.

Anspieltipps:

  • On the run
  • Sacre Coeur
  • My business
  • You know better
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