Bullet For My Valentine - Scream Aim Fire - Cover
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Bullet For My Valentine Scream Aim Fire


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Scream Aim Fire“ bietet nichts Neues, kämpft manchmal mit allzu Beliebigem, wird aber die zahlreichen Anhänger der Kombo überzeugen und dem Quartett erneut ein erfolgreiches Jahr bescheren.

Die walisischen Jungs von Bullet For My Valentine haben sich nach ihrem überraschend erfolgreichen Debüt-Album „The Poison“ (2006), das mit dem eingängigen Entwurf von Thrash Metal und klassischen Zügen aus der New Wave Of British Heavy Metal-Ära nach New Metal erneut eine große Zahl an Fans aus anderen Genres begeistern konnte, gehörigen Respekt verschafft und setzen nun mit „Scream Aim Fire“ nach. In der eingeschworenen Metal-Szene werden solche enormen Popularitätsschübe standesgemäß sehr zwiespältig aufgenommen, was das Quartett um Sänger/Gitarrist Matthew Tuck jedoch nicht weiter stören dürfte.

„The Poison“ verkaufte sich weltweit mehr als eine Million mal, in Deutschland erhielten Bullet For My Valentine Gold und neben erfolgreichen Headliner-Touren bekam man die Gelegenheit, im Vorprogramm von Guns´n´Roses, Metallica sowie Iron Maiden zu spielen. Für die bekennenden Metal-Fans, die „Creeping Death“ von Metallica nah am Original, aber ansprechend in ihr Live-Repertoire einbauen, eine selbstredend große Ehre. Zwischenzeitlich sorgten Stimm-Probleme von Matthew Tuck für ernüchternde Momente, doch 2008 soll wieder ganz im Zeichen von Bullet For My Valentine stehen, was nach dem ausführlichen Betrachten der zweiten Scheibe auch nicht allzu schwer sein wird.

Als Opener geht der Titeltrack keine Kompromisse ein, denn Double Bass-Attacken und einschneidende, rasante Gitarrenläufe machen von Anfang an klar, dass man sich nicht auf dem Erfolg des Erstlings ausruht, sondern forsch und technisch versiert die Trademarks weiter verfolgt. Dabei fallen wieder die Tempi-Wechsel und der wandlungsfähige Gesang von Mr. Tuck (ob nun diabolisches Shouting oder kratzige Vocals im Stile von James Hetfield) auf. Harte Elemente werden konsequent von harmonischen Bausätze gefolgt, die sich variantenreich aus melodischen Hooklines, cleanem Gesang oder akustischen Intros („Hearts Burst Into Fire“) zusammensetzen. Als vorhersehbar kann man diesen Longplayer bezeichnen, denn nach dem melodischen, einschmeichelnden Part ist der rasante Höhepunkt für den Moshpit nicht weit. Wirklich außerordentlich ist das nicht, aber Bullet For My Valentine machen das, was von ihnen erwartet wird: Sie zelebrieren wieder ein Feuerwerk aus bekannten Komponenten.

Weil aber die eingesetzten Mittel hervorragend harmonieren und die Dringlichkeit beachtlich in Körper und Geist Einzug hält, bleibt Platz für Freude und temporäres Staunen, wie zielgerichtet die Waliser ihren Weg beschreiten, der trotz Massen-Kompatibilität authentisch Metal-Felder beackert und die Vorbilder von Bullet For My Valentine für die jugendlichen Fans geschichtlich wertvoll ins Gespräch bringt. „Scream Aim Fire“ bietet nichts Neues, kämpft manchmal mit allzu Beliebigem, wird aber die zahlreichen Anhänger der Kombo überzeugen und dem Quartett erneut ein erfolgreiches Jahr bescheren.

Anspieltipps:

  • Scream Aim Fire
  • Hearts Burst Into Fire
  • Take It Out On Me

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