Markus Rill - The Things That Count - Cover
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Markus Rill The Things That Count


  • Label: Blue Rose Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Markus Rill lässt sich nicht in einer Genreecke festnageln.

Markus Rill (37) ist der einzige deutsche Künstler auf dem kleinen, aber feinen Label Blue Rose Records im badischen Abstatt. Seine Musik klingt aber so, als käme er aus dem tiefsten Amerika, weshalb er perfekt in das Artist Roster der Roots-Rock- und Americana-Spezialisten passt. Denn Rill schreibt atmosphärisch raue, urtypische Singer/Songwriter-Songs mit starken Blues-, Folk- und Country-Einflüssen.

Das brachte dem gebürtigen Frankfurter und jetzigem Würzburger nicht nur den Status, einer der führenden Americana-Vertreter Europas zu sein ein, inzwischen tritt Rill auch regelmäßig in den USA auf und spielt seine Platten in Nashville mit bekannten Studiomusikern ein – so wie auch sein neuestes Werk „The Things That Count“.

War der Vorgänger „Price Of Sin“ (04/2006) noch von melancholisch düsteren Akustik-Songs geprägt, fällt „The Things That Count“ streckenweise um eines beschwingter und druckvoller aus. Einen echten Stilwandel stellt dies aber nicht dar. Es zeigt vielmehr die Wandlungsfähigkeit eines Künstlers, der sich trotz eindeutiger Genrezugehörigkeit nicht in einer Ecke festnageln lässt. Trotzdem kann sich der Hörer auch heuer darauf verlassen, dass Markus Rill und seine amerikanischen Musikerkollegen Joe McMahan (Gitarre), Bryan Owings (Drums) und Dave Jacques (Bass) einen wunderbar warmen Sound eingefangen haben, der in den rockigen Momenten nach Joe Grushecky bzw. Bob Seger („Scene of the crime“) und in den ruhigen Passagen nach Mark Knopfler („On the Sly“) klingt.

Mitverantwortlich für die besondere Atmosphäre des Albums ist natürlich eine stilechte Instrumentierung mit Pedal-Steel-, Lap-Steel- und Akustikgitarre, Mundharmonika, Mandoline, Upright Bass, Hammond Orgel, Wurlitzer Piano und einer bedächtigen Percussion, sowie die flotte Arbeitsweise, die den einen oder anderen „First Take“ auf ein ganz und gar schönes Album gezaubert hat, das auch ein Amerikaner nicht besser hinbekommen hätte.

Anspieltipps:

  • On the Sly
  • I’ll wait for you
  • Straighter road
  • Scene of the crime
  • What might’ve been
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