Junius - Junius - Cover
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Junius Junius


  • Label: Make My Day Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf dem CD-Cover prangt ein großer Aufkleber, der dem geneigten Käufer und potenziellen Hörer auf die richtige Fährte locken möchte: „Ein dunkel rockendes Album, das gleichzeitig für Fans von Isis, The Cure oder Joy Division interessant sein dürfte“. So schreibt es das Disclosure Magazine und wie recht es damit hat.

Der Waschzettel der Plattenfirma bläst ebenfalls in dasselbe Horn und steigert die Spannung noch mehr: „Geschrieben in monatelanger Einsamkeit in verschiedenen Locations in Texas, einem Farmhaus in Vermont, einer Hütte in Pennsylvania und einem kleinen Raum in den Sümpfen Louisianas, bildet die grenzüberschreitende und schwer zu kategorisierende Musik des Quartetts (Joseph Martinez am Mikrophon und der Gitarre, Mike Repasch-Nieves an der zweiten Gitarre und Dana Filloon an den Drums, mit Unterstützung von Keiffer Infantino und Dave Soucy, die sich die Bassarbeit teilten) eine perfekte Symbiose mit den textlichen Themen, die sich mit Übernatürlichem, verbotenem Wissen, religiöser Mythologie und außerirdischen Phänomen beschäftigen“.

Holla, die Waldfee! Steht uns Junius aus der amerikanischen Universitätsstadt Boston etwa die nächste Sensation in Sachen progressiver Rockmusik ins Haus? Ja, es scheint so. Denn mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das aus neu eingespielten Tracks bereits veröffentlichter EPs besteht, lösen Junius das große Kopfkino beim Hörer aus, so wie die frühen Dredg oder die bereits erwähnten Isis. Und zwar mit Songs, die man nach und nach entdecken muss. Songs, die den Tag erhellen („In the hearts of titans“) und die Nacht verdunkeln („A word could kill her“). Songs, bei denen die genialen Editors ihre Finger im Spiel haben könnten („The age of decay“), auch wenn diese etwas gemäßigter ans Werk gehen als die Amerikaner. Diese kitzeln die Synapsen ihrer Hörer mit genau der richtigen Mischung aus sphärischen Laut/Leise-Passagen, harten Walls of Sound und frickeligen Prog-Elementen – und zwar so, dass es einem nie zuviel wird. Das muss man erst mal hinbekommen. Junius haben es geschafft.

Anspieltipps:

  • Hiding knives
  • A word could kill her
  • In the hearts of titans
  • From the isle of the blessed

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