Falco - Symphonic - Cover
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Falco Symphonic


  • Label: Ariola/SonyBMG
  • Laufzeit: 71 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

In der Erscheinungswoche der vorliegenden CD wäre Falco alias Hans Hölzel 51 Jahre alt geworden, hätte ihn nicht im Jahr 1997 ein tragischer Unfall in der Dominikanischen Republik völlig überraschend in den Tod gerissen. Doch mit rund 60 Millionen verkauften Tonträgern ist der Österreicher auch zehn Jahre nach seinem Tod ein großes und wichtiges Thema in der deutschsprachigen Popmusik. Anlässlich Falcos 10. Todestages erreicht uns deshalb eine echte Monster-Welle neuer Veröffentlichungen des „ersten weißen Rappers“.

Angeführt von der Film-Biografie nebst Soundtrack-CD „Verdammt, wir leben noch!“, über die Video-Dokumentation plus gleichnamigem Doppel-Best-Of-Album „Hoch wie nie” und das pseudo-biografische Buch „Falco war mein Vater“, bis hin zur Live-DVD „Symphonic: In Concert“, von der es auch einen Audio-Ableger namens „Symphonic“ gibt. Dieser greift nicht etwa nur die Tonspur der DVD auf und serviert das gleiche Material nur ohne Bild. Hinter „Symphonic“ verbirgt sich in der Tat einiges mehr. Quasi ein orchestrales Remix-Album in symphonischen Soundgewändern. Und das kam so...

1994 spielte Falco, begleitet von einem 80 Musiker starkem Orchester des Wiener Neustädter Konservatoriums, vor mehr als 10.000 Besuchern auf dem Wiener Domplatz ein Open-Air-Konzert, in dem er seine Songs in symphonischen Versionen präsentierte. Für die Nachwelt wurde dieser Auftritt jetzt neu aufbereitet. Größtenteils unbekanntes Filmmaterial wurde gesammelt, Falcos Live-Stimme klanglich renoviert und die Orchester-Parts komplett neu eingespielt. Daraus entstand die Idee einer „Symphonic“-CD, die anstatt Falcos Live-Stimme die Original-Studio-Gesangsaufnahmen mit den neu eingespielten Orchester-Parts verschmelzen lässt.

Natürlich ließe sich über dieses wenig organische Studio-Puzzlespiel trefflich streiten. Aber wenn das Ergebnis am Ende so klingt wie „Symphonic“, darf schon mal ein Auge zugedrückt werden. Denn die Ursprünge der Songs sind erhalten geblieben und werden von den klassischen Arrangements nicht erdrückt. So lässt sich das Album schön in einem Rutsch durchhören, ohne dass der Hörer vorher ein Klassik-Seminar besucht haben muss.

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