The National Bank - Come On Over To The Other Side - Cover
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The National Bank Come On Over To The Other Side


  • Label: Emarcy/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der norwegische Singer/Songwriter Thomas Dybdahl (28) ist wohl das bekannteste Mitglied der progressiven Jazz-Pop-Band The National Bank, die jetzt mit „Come On Over To The Other Side” den Nachfolger ihres 2004er Debüts vorlegt.

Mit den Singer/Songwriter-Wurzeln des Herrn Dybdahl haben die elf Songs des vorliegenden Albums allerdings nur wenig gemein. Die vier Herren neben Thomas Dybdahl (Morton Qvenild, Lars Horntveth, Nikolai Haengsle Eilertsen und Martin Horntveth) werfen nämlich so ziemlich alles in die Wagschale, um die durchaus vorhandenen harmonischen Klangwelten zu zerstückeln und umgekehrt wieder zusammenzusetzen. Hauptsache, das Ganze klingt nicht nach Mainstream.

Damit ahnt der geneigte Hörer schon, auf was er sich einlässt, wenn er das Zweitwerk von The National Bank auflegt. Was angenehm und beruhigend beginnt, wird alsbald mit Synthies, elektronischen Grooves und quietschenden Bee-Gees-Vocals auf die Tanzfläche der Indie-Disco gejagt („Home“). Das geht nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach („Cubicle man“, „The balladeer“) – und wenn es sein muss auch ohne Melodien.

Wirklich radikal klingt „Come On Over To The Other Side” deshalb noch lange nicht. Will es wohl auch gar nicht, denn dazu sind die Stücke am Ende zu sehr im Pop verwurzelt bzw. trauen sich die fünf Norweger nicht, wie z.B. Björk mit voller Konsequenz schrägen Art-Pop abzuliefern. Dafür gibt es dann Tracks wie „Family“, die völlig unverständlich nach fiesestem 80er-Jahre-AOR-Balladen-Kram mit zuckersüßem Harmoniegesang tönen oder schlappe Radiohead-Abklatsch-Versuche („Taste of me“). Wer’s braucht...

Anspieltipps:

  • Family
  • Taste of me
  • The balladeer
  • Make it burn
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