Catherine MacLellan - Church Bell Blues - Cover
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Catherine MacLellan Church Bell Blues


  • Label: True North/ALIVE
  • Laufzeit: 54 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Church Bell Blues“ ist ein leises Album mit wunderschönen und eindringlichen Folksongs.

Catherine MacLellans Talent war schon bei der Band The New Drifts augenfällig. Ihr Solodebüt von 2004 trug den Titel „Dark Dream Midnight“ und war ein weiterer Schritt nach vorne. Ihre Begabung fürs Singen und Liederschreiben kommt nicht von ungefähr. Sie ist die Tochter des kanadischen Singer/Songwriters Gene MacLellan, der sogar internationale Hits wie den Anne Murray Klassiker „Snowbird“ und Oceans „Put Your Hand In The Hand“ vorweisen kann. Solche Kaliber hat die aufstrebende Künstlerin noch nicht zu bieten. Immerhin erhielt sie bei den PEI Music Awards 2006 vier Auszeichnungen, darunter „Songwriterin des Jahres“. Nach und nach ist die MacLellan zum neuen Darling der East Coast Singer/Songwriter-Szene geworden.

In der europäischen Szene dürfte sie mit dem nun vorliegenden „Church Bell Blues“ die Ernte einfahren. Kaum hat man das erste Mal ihre be- und verzaubernde Stimme vernommen, wird einem klar, dass man hier ein neues weibliches Songwriter-Juwel entdecken darf. „Dreams Dissolve“ ist der Titel des Eröffnungstracks, der viel verspricht. Spätestens wenn der fünfte Song „There You Are“ läuft hat einen die MacLellan gefangen genommen mit einer Stimme – die der Pieta Browns nicht unähnlich – voll emotionalem Liebreiz zu umgarnen weiß. Die Arrangements der Songs sind einfacher Natur, im Vordergrund die Stimme und das Akustik-Gitarrenspiel, hinzu kommt das zurückgenommene Spiel auf E-Gitarre, Mandoline und Bass von Produzent James Phillips. Sehr zurückhaltend auch das spärlich eingesetzte Schlagzeugspiel von Maurice Hashire.

„Church Bell Blues“ ist ein leises Album mit wunderschönen und eindringlichen Folksongs, die vor allem durch den herrlichen Gesang MacLellans betören. Stimmig auch das Songwrting, das gut ohne überbordernde Produktion auskommt. Wenn sie allerdings ein größeres Publikum erreichen will, wird sie nicht umhin kommen sich dem Pop- und Rock-Genre noch mehr zu öffnen. Pieta Brown und Lucinda Williams sollten ihr als Vorbild dienen, dann dürfte Catherine MacLellan bald in dieser Liga mitspielen.

Anspieltipps:

  • River Valley Plains
  • There You Are
  • Snow Day
  • Brave Love

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