Fury In The Slaughterhouse - Don´t Look Back - Cover
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Fury In The Slaughterhouse Don´t Look Back


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 197 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Don´t look back“ ist ein gut gemeintes Vermächtnis, das sowohl Fans als auch Gelegenheitshörer zufrieden stellen sollte.

Fury In The Slaughterhouse sind fertig. Schluss. Aus. Vorbei. So hart das jetzt auch klingen mag, aber es war wohl auch für alle Beteiligten das Beste. 20 Jahre, 12 Alben, 6 Männer ist die Bilanz, die die Furys in der derzeitigen Besetzung mit Kai Wingenfelder (Gesang), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (Gitarre), Christian Decker (Bass), Gero Drnek (Keyboard, Mandoline) und Rainer Schumann (Schlagzeug), mit der sie auch die Abschlusskonzerte im Rahmen der „The best of 20 years – Farewell & goodbye“ Tour bestreiten, ziehen. Doch damit nicht genug, schließlich muss der über die Jahre gewachsenen Fangemeinde etwas mit auf den Weg gegeben werden.

Das äußert sich im Falle der Hannoveraner gleich dreifach. Zum einen in einer DVD, die die beiden bislang nur auf VHS erhältlichen Titel „Clicksongs + peppermint stories“ (1991) und „Especially ordinary“ (1997) zusammenpackt und so wieder verfügbar macht. Darauf enthalten sind Live-Mitschnitte, Interviews und jede Menge zusätzliches Bonusmaterial. Das andere Schmankerl ist „Don´t look back“, eine Zusammenstellung diverser B-Seiten, Coversongs, bisher unveröffentlichter Tracks und Live-Mitschnitte, die in den letzten 20 Jahren so angefallen sind und erstmals auf einer CD vereint wurden. Stücke wie „Jericho“, „Girl without a name“, „Redemption song (live)“, „All dressed up and nowhere to go”, „Dear prudence” oder „Starless” zeigen Fury In The Slaughterhouse somit in ihrer Wechselbeziehung aus harter und softer musikalischer Ausrichtung von einer wesentlich besseren, als auch atmosphärischeren Seite als es die letzten Outputs, allen voran das vergessenswerte „Every heart is a revolutionary cell (07/2006), getan haben.

Damit allerdings trotzdem eine rückblickende Werkschau stattfindet, versammeln sich auf einer zusätzlichen DVD zu „Don´t look back“ alle Videos, die das sechsköpfige Gespann über die Jahre hinweg für 24 Songs (vorrangig Singles) abgedreht hat. Diese zeigen Wingenfelder & Co. von ihrer humorvollen, ernsten, aber auch nachdenklichen Seite, die sich nie davor gescheut hat, neue Einflüsse wie Reggae, Country oder elektronische Spielereien in den Kontext der Deutschen einfließen zu lassen. Zwar hinterlässt der unsägliche Remix von „Won´t forget these days“ am Ende der Zusammenstellung den Zuschauer mit einem lachenden und einem weinenden Auge, zeugt dieser erneut unangebrachte Ausrutscher schließlich ein weiteres Mal, dass bei den Deutschen gegen Ende einfach die Luft raus war, trotzdem ist „Don´t look back“ ein gut gemeintes Vermächtnis, das sowohl Fans als auch Gelegenheitshörer ob der traurigen Tatsache, das es kein neues Material mehr geben wird, überzeugen und zufrieden stellen sollte.

Anspieltipps:

  • Starless
  • Dear Prudence
  • Girl Without A Name
  • Redemption Song (Live)
  • All Dressed Up And Nowhere To Go

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