Hate Eternal - Fury And Flames - Cover
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Hate Eternal Fury And Flames


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 40 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Hate-Eternal-Mastermind Erik Rutan (Gesang, Gitarre) scheint sich wohl trotz wechselnder Besetzung an einen 3Jahres-Veröffentlichungsrhythmus zu halten, denn nach „Conquering the throne“ (1999), „King of all kings“ (2002) und „I, Monarch“ (2005) gibt es neben dem komplett neuen LineUp, bestehend aus dem zurückgekehrten Cannibal Corpse Bassisten Alex Webster, Drummer Jade Simonetto und dem zweiten Mann an der Gitarre, Shaune Kelley, nach ca. 32 Monaten den neuesten Death-Prügel namens „Fury & Flames“, der laut Rutan „sehr heavy“ sein soll. Kennt man bereits frühere Werke der Band, so ist natürlich sofort klar, dass diese Tendenz eigentlich auf jeden Output der Truppe aus Florida zutreffen würde.

Doch Hate Eternal wären nicht Hate Eternal wenn die Drehzahl des Schlagwerkers nicht noch höher geschraubt werden könnte und die unbarmherzigen Blastbeats um einen Tick brutaler auf den Hörer niederprasseln. Das geschieht nämlich vor allem in den ersten zwei Dritteln der Platte, die sich auch bestens zum Aggressionsabbau anbieten. Rutan röhrt sich die Kehle aus dem Leib und seine übrigen Kollegen holzen in technisch versierter Manier durch sämtliche Wälder, bis in „Fury within“ der Dreschflegel mal kurz eingepackt wird und ein Groove-Part die Oberhand gewinnt. Ab da geht’s dann auch wesentlich abwechslungsreicher ans Werk.

„Tombeau“ knallt mit doppelläufigem Gitarrensolo gegen Ende am Trommelfell vorbei, während „Coronach“ der ruhige Rausschmeißer sein sollte, der zwar atmosphärisch einiges am Kasten hat, aber zur restlichen verbrannten Erde eher weniger ins Bild passt. Das macht unterm Strich 40 Minuten blanken Hass ohne jegliche Verschnaufpause (mit Ausnahme von „Coronach“), der sich in einer wahren instrumentalen Destruktionsorgie technischer Opulenz offenbart und sich damit selbst ins Nirvana bläst. Mit anderen Worten: „Fury & Flames“ stellt an die Ausführenden zwar extrem hohe Ansprüche, anspruchsvoll ist das Werk dadurch aber noch lange nicht, sondern langweilt nach einiger Zeit durch offenkundige Selbstbeweihräucherung.

Anspieltipps:

  • Fury Within
  • The Funerary March
  • Whom Gods May Destroy

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