Lyambiko - Saffronia - Cover
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Lyambiko Saffronia


  • Label: Classical/SonyBMG
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Lyambiko bleibt sich musikalisch und qualitativ als Alternative in Sachen Jazzmusik treu.

Was auf dem vorherigen Album „Inner Sense” (02/2007) so gut geklappt hat – Jazz-Klassiker und Popsongs neu zu interpretieren –, wird nun auf dem Nachfolgewerk „Saffronia” weiter perfektioniert. Diesmal erweisen Lyambiko und ihre langjährigen Begleitmusiker Robin Draganic (Bass), Marque Lowenthal (Klavier, Percussions) und Heinrich Köbberling (Drums, Percussions) der amerikanischen Jazz-Ikone Nina Simone ihre Referenz.

Natürlich wurden Simone-Songs in den vergangenen Jahre gerne und häufig gecovert, wodurch es nicht unbedingt einen echten Bedarf an weiteren Neuauflagen gibt. Dennoch sind die Umsetzungen der deutsch/afrikanischen Sängerin durchaus hörenswert. Mit entspannten Jazz-Klängen setzt sie auffallende Kontrapunkte zu oft gehörten Stücken, so dass der Hörer wunderbar Vergleiche anstellen kann: Wie klingt „Feeling good“ bei Lyambiko im Gegensatz zu Michael Bublé? Was holt sie im Vergleich zu Keith Jarrett aus der Gershwin-Nummer „I loves you Porgy” heraus und wie wird der George-Harrison-Klassiker „Here comes the sun” umgesetzt?

Das sind die Eckpunkte, die die Spannung von „Saffronia“ ausmachen. Aber auch neckische Textabweichungen wie in „My baby just cares for me“ oder das deutliche Bekenntnis zu Lyambikos afrikanischen Wurzeln in „Mawe Mawe/I sing just to know that I’m alive“ sind das Salz in der Suppe. Damit bleibt sich Lyambiko musikalisch und qualitativ als Alternative in Sachen Jazzmusik treu.

Anspieltipps:

  • I put a spell on you
  • Don’t smoke in bed
  • Here comes the sun
  • Don’t let me be misunderstood

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