Paramore - Riot! - Cover
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Paramore Riot!


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Vorhang auf für Paramore! „The next best thing“ aus Franklin, Tennessee, das mit ihrer zweiten Platte “Riot” nach „All we know is falling“ (2005) in den Vereinigten Staaten Gold einfahren konnte und bereits für eine Grammy-Nominierung in der Sparte „Bester neuer Künstler“ nominiert wurde. Mächtige Vorzeichen also, die der Albumveröffentlichung in Europa entgegengebracht werden. Zwar ging das goldene Grammophon an Amy Winehouse, doch für eine Band deren Durchschnittsalter bei etwa 18 liegt, ist allein schon die Erwähnung in diesem Zusammenhang eine bemerkenswerte Leistung, spielen Hayley Williams (Gesang), Josh Farro (Gitarre), Jeremy Davis (Bass) und Zac Farro (Schlagzeug) nüchtern betrachtet schließlich nicht mehr als knallbunten Pop/Rock der Marke Fall Out Boy und Konsorten.

Was Paramore jedoch von den meisten uninspirierten Jungbands unterscheidet, ist ein wahnsinnig zielsicheres Gespür für Melodie und Rhythmus. Als bestes Beispiel braucht nur einmal „Misery business“ oder „CrushCrushCrush“ angespielt werden und schon weiß man wie der Hase läuft. Hier drängt sich nämlich ein energiegeladenes Riff an das nächste, welches von einem gut aufgelegten Drummer und einer Rockröhre wie Rotschopf Hayley umspielt und vorangetrieben wird. Gelegentlich mischen sich dann kurze Breaks ein, die dem Hörer eine Verschnaufpause gönnen, bis der Boden wieder zu beben beginnt und das Wohnzimmer erneut genüsslich in seine Einzelteile zerlegt werden darf.

Klar, der Vierer erfindet mit „Riot“ keineswegs etwas Neues, aber diese nahezu perfektionierte Darbietung von bereits Bekanntem knallt dermaßen ungezwungen, mitreißend, charismatisch und kraftvoll aus den Boxen, dass es sich diesem emotionalen Power Pop/Rock erster Güte nur schwer zu entziehen gilt. Hin und wieder missfällt zwar der eine oder andere Refrain („Born for this“) oder Paramore driften zu stark in belanglose Stadionrock-Gefilde ab („Hallelujah“, „That´s what you get“), alles in allem ist das aber genau das Album, das z.B. eine Avril Lavigne statt „The best damn thing“ veröffentlichen hätte sollen. „Für uns bedeutet „Riot“ ein ungezügelter Ausbruch von Emotionen. Als wir die Songs schrieben, brachen die Gedanken und Gefühle fast unkontrolliert aus uns heraus. Es fühlte sich an, als hätten wir einen Aufstand in uns. Eine völlig neue Stufe von Leidenschaft: alles reine, rohe Energie“ erklärt Frontfrau Williams und diese Hingabe ist auch in jeder Sekunde des 39 Minuten langen Werkes zu spüren. Wie sagte schon der Rolling Stone und Kerrang: „Im Auge behalten!“

Anspieltipps:

  • We Are Broken
  • Misery Business
  • CrushCrushCrush
  • Let The Flames Begin

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