Donots - Coma Chameleon - Cover
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Donots Coma Chameleon


  • Label: SolitaryINDIGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Unterm Strich handelt es sich ohne Frage um das reifste, wenn nicht sogar beste Album der Donots.

Es waren turbulente Zeiten für die Jungs aus Ibbenbüren: Nach diversen Meinungsverschiedenheiten mit Ihrem letzten Management brauchten die Donots zweifellos etwas Zeit für sich – und haben diese durchaus produktiv genutzt: Der Neuling, „Coma Chameleon“, steht in den Startlöchern um in bewährter Tradition den Hörern einen ordentlichen musikalischen Tritt zu versetzten. Offensichtlich können Querelen, wie sie oben angesprochen wurden, durchaus reinigende Wirkung auf das Karma einer Band haben: Abgespeckt auf die Basics präsentieren Ingo, Guido, Alex, Jan-Dirk und Eike hier einmal mehr, was sie am besten können – straighte Töne mit ordentlich Druck und Texte mit Mitsinggarantie. Man merkt ihnen an: Sie sind etwas älter geworden – was aber keineswegs despektierlich gemeint ist: Denn der Band ist mit dem Neuling ein richtiger Quantensprung gelungen, weg von den zwar beachteten aber unterschätzten Deutschpunk-Boys hin zu einer wirklich gewichtigen Größe im deutschsprachigen Business.

Diese Scheibe hat so ziemlich alles: Ein Intro, 12 richtig gute Songs – und eine gewaltige Menge Selbstbewusstsein im Gepäck: Denn anders als noch auf früheren Alben gehen die Donots in vielerlei Hinsicht neue Wege – nicht nur in Bezug auf die Produktion. Vielmehr wirkt die Platte frei von jeglichen externen Zwängen und bietet auch Raum für die ein oder andere musikalische Überraschung. Zwar stehen viele Tracks wie beispielsweise „New Hope For The Dead“ in klarer Tradition von Songs wie „Whatever Happened To The 80s“, jedoch werden die angesprochenen Überraschungen immer wieder eingestreut („The Right Kind Of Wrong“).

Unterm Strich handelt es sich ohne Frage um das reifste, wenn nicht sogar beste Album der Donots. Schwache Stücke gibt es nicht wirklich, dafür viele richtig starke Tracks. Alteingesessenen Fans könnte das neue Fahrwasser an der einen oder anderen Stelle zwar etwas verwundern, aber ist es nicht das was wir wollen – Bands, die sich immer neu erfinden und dabei ihrem ursprünglichen Stil treu bleiben? Denn genau das ist es, was den Donots mit „Coma Chameleon“ eindrucksvoll gelingt. Starkes Album, starke Band.

Anspieltipps:

  • New Hope For The Dead
  • To Hell With Love
  • The Right Kind Of Wrong

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