New Disaster - Last Night Rites - Cover
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New Disaster Last Night Rites


  • Label: Tex-Tone/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

New Disaster, das sind schwitzende, tätowierte Männer in Achselshirts, die lauten Rock’n’Roll spielen und als Vorbilder Bands wie Guns N` Roses, Rose Tattoo und The Stooges nennen. Ihre Songtitel lauten z.B. „Highway To Gone“ oder „Down Here In Hell“. Ja, da weiß man noch, was man kriegt! Überraschungen sind dementsprechend absolute Mangelware: Die Band spielt ihren Stiefel herunter und posiert selbstredend vor Verstärkertürmen mit Bier, Coke und Kippen. Abgefahren!

Natürlich ist man bei einer Band wie New Disaster nie sicher, ob das Ganze ernst gemeint ist oder doch nur eine teuflisch gut gemachte Parodie darstellen soll. Das Cover, welches absolut stilsicher rote Rosen und Handfeuerwaffen vor schwarzem Hintergrund präsentiert, spricht eher für letzteres. Unabhängig davon macht „Last Night Rites“, das Debütalbum der Band aus Texas, zumindest streckenweise Spaß: So rifft etwa „The Heist“ erst mal ein paar Sekunden vor sich hin, nur um dann nach einer extrem lässigen Pause loszuballern und keine Gefangenen zu machen. Auch der Opener „Cancio`n De Llello” kickt ordentlich und wartet direkt mit einem netten Schweinerock-Solo auf. Die Pole „Fette Riffs“ und „Ordentlich Gegniedel“ beschreiben allerdings auch schon mehr oder weniger alles, was „Last Night Rites“ so zu bieten hat. Da waren die großen Vorbilder dann doch irgendwie abwechslungsreicher, obwohl New Disaster textlich gesehen auch recht große Eier zu haben scheinen. Man kennt das ja.

Wer also auf fetten Old School Rock’n’Roll steht, der um wirklich jede Innovation einen unfassbar großen Bogen schlägt, möge New Desaster und „Last Night Rites“ sein Ohr leihen. Der nur bedingt Schweinerock-affine Hörer wird sich demgegenüber eher langweilen und/oder fragen, wie so viele Klischees in nur ein Album passen. Oder einfach die Stooges hören.

Anspieltipps:

  • Cancio`n De Llello
  • Virtuous Sin
  • The Heist

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