Arielle Dombasle - C´Est Si Bon - Cover
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Arielle Dombasle C´Est Si Bon


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Nein, noch hat sich die Retro-Swing-Welle nicht totgelaufen, denn es erscheinen weiterhin fleißig Alben mit Songs aus den 40er und 50er Jahren als mehr oder weniger notwendige Neueinspielungen. Inzwischen weiß man gar nicht mehr wer diesen Hype einst losgetreten hat. Aber soviel ist sicher, die Schauspielerin Arielle Dombasle („In 80 Tagen um die Welt“, „Asterix und Obelix gegen Caesar“, „Die Früchte der Leidenschaft“) ist die nächste, die in dasselbe Horn bläst.

Arielle Dombasle wurde in den USA geboren und wuchs in Mexiko auf. Mit 18 Jahren wanderte sie in ihre Wahlheimat Frankreich aus, wo sie am Pariser Konservatorium Gesang studierte. Ihren Durchbruch als Schauspielerin hatte sie 1983 an der Seite von Regisseur Eric Rohmer mit dem Film „Pauline am Strand“. Und obwohl Arielle seitdem u.a. an der Seite von Klaus Kinski, Omar Sharif, Jean-Paul Belmondo in weiteren Filmen zu sehen war, hat sie die Musik niemals losgelassen. Zehn Alben stehen deshalb bis dato für die Wahl-Pariserin zu Buche, darunter das 2004 veröffentlichte „Amor Amor“, auf dem Arielle große Latino-Hits coverte. Über 600.000 Albumkäufer dankten es ihr.

Mit „C’est si bon“ wird nun der Nachfolger veröffentlicht, der in Frankreich bereits vor zwei Jahren auf den Markt kam. Wie schon der Vorgänger besteht „C’est si bon“ fast ausschließlich aus Coverversionen. Lediglich der Track „Paris in delight“ wurde von Jean-Pascal Beintus und Arielle Dombasle geschrieben. Herzstücke sind dagegen allseits bekannte Lieder, die man von Doris Day („Que sera sera“), Marlene Dietrich („Boys in the backroom“) und Nat King Cole („Dream a little dream of me“) kennt. Das wohl interessanteste Merkmal ist dabei der französische Akzent Dombasles, der den englischsprachigen Stücken einen besonderen Charme verleiht. Witzig: Als die Sängerin in den 70er Jahren nach Frankreich kam, hatte sie große Mühen ihren amerikanischen Akzent abzulegen. Und nun das.

Musikalisch ist an dem Album nichts auszusetzen. Die 15 Songs wurden stilecht mit Big Band und Orchester eingespielt und klingen authentisch nach ihrer Entstehungszeit. Wer also Lust auf den Sound der 40er und 50er Jahre, sowie Spaß an den großen Broadway-Klassikern hat, darf hier gerne zuschlagen.

Anspieltipps:

  • Tico tico
  • Que sera sera
  • Boys in the backroom
  • I’m in the mood for love
  • Darling, je vous aime beaucoup
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