Jerome Froese - Shiver Me Timbers - Cover
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Jerome Froese Shiver Me Timbers


  • Label: Moonpop/CARGO
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach „Neptunes“ aus dem Jahre 2005 legt Jerome Froese, Sohn des Elektronikpioniers und Tangerine-Dream-Gründers Edgar Froese, nun mit „Shiver Me Timbers“ sein zweites Soloalbum vor. Die Presseinfo bezeichnet Froeses Stil als „Guitartronica“: Die Gitarre wird durch digitale Sequenzer gespielt, um so neue Sounds zu kreieren. Klingt visionär, das Ergebnis ist aber größtenteils eher entspannter, leicht biederer Ambient.

Ein Problem von „Shiver Me Timbers“ ist jedenfalls, dass die Gitarren es auf einigen Stücken versäumen, mit ihren Melodien eine Geschichte zu erzählen. Über diesen Tracks liegt eine latente Ziellosigkeit, die schlicht und einfach Anflüge von Langeweile produziert. Das ist insofern schade, als dass Jerome Froese es durchaus versteht, interessante Sounds wie etwa in „Im Museum Für Mechanik“ zu produzieren. Nur verliert er darüber von Zeit zu Zeit den Track als Ganzes aus den Augen. Das ist eine dieser Krankheiten, an denen Alben von Soloinstrumentalisten leider recht häufig leiden. Über all der Technik wird das Wesentliche vernachlässigt.

Betrachtet man nun die Platte als Gesamtwerk, muss man ihr aber dennoch einige Qualitäten attestieren: Sie besitzt trackübergreifend einen roten Faden, ist also als Gesamtwerk in sich stimmig und versteht es, den Hörer immer mal wieder aus der sphärischen Lethargie hochfahren zu lassen. Außerdem hat sie durchaus Highlights wie „Playing For Penalties“ oder „Under The Black Flag“ zu bieten. Unterm Strich bleibt also ein zumindest solides Album, welches vor allem Tangerine-Dream-Fans zufrieden stellen sollte. Würde Jerome Froese seine Ideen nur etwas mehr bündeln, wäre er aber sicherlich zu mehr in der Lage.

Anspieltipps:

  • Inside The Secret
  • Playing For Penalties
  • Under The Black Flag

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