Zimmers Hole - When You Were Shouting At The Devil - Cover
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Zimmers Hole When You Were Shouting At The Devil


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon seit 1991 finden sich Gitarrist Jed Simon, Bassist Byron Stroud, Keyboarder Will Campagna (alle drei Mitglieder von Strapping Young Lad), Schlagzeuger Steve Wheeler und Sänger Chris „The Heathen” Valagao immer wieder zusammen, um ihr Nebenprojekt Zimmers Hole zu pflegen. Der ungewöhnliche Bandname rührt von Musiker Dean Zimmer her, in dessen Vorprogramm die Truppe ihren ersten Auftritt hatte. Nachdem sich Strapping Young Lad 2007 auflösten, wurde Wheeler durch deren Drummer Gene Hoglan ersetzt. Seitdem ist die Band nicht länger nur ein Randprojekt, was man dem dritten Longplayer der kanadischen Comedy-Thrash-Metal-Band auch durchaus anhören kann, denn die Arrangements sind im Vergleich zu den beiden Vorgängerwerken wesentlich komplexer aufgebaut und bieten erheblich mehr Heavy-Metal-Material.

Los geht’s mit dem Titelsong „When you were shouting at the devil... We were in league with satan”. Von Beginn an fliegt einem die Doublebase nur so um die Ohren, herausstechend dabei ist Heathen’s extrem hohe, kraftvolle und klare Stimme, die durchaus an Blind Guardians Hansi Kürsch erinnert. „We rule the fucking land“ startet mit einem grandiosen Schlagzeugintro und setzt das hohe Tempo des Openers fort. Immer wieder tauchen bei den Kanadiern Anlehnungen zu bekannten Klassikern des Heavy Metal auf, wie beim eben genannten Titel, dessen Riff sich stark am Metallica-Klassiker „The four horsemen“ orientiert. Schon wenn man einen Songtitel wie „Hair doesn’t grow on steel“ ließt, schießt einem augenblicklich Manowars „Heart of steel“ in den Sinn! Dabei erinnert auch der Aufbau des Tracks an die Altmetaller, natürlich nicht ohne die Huldigung mit einem gehörigen Augenzwinkern zu versehen.

Trotz der mit viel Witz verpackten Songs wünscht man sich an einigen Stellen etwas mehr Ernsthaftigkeit. Die amüsanten Einfälle zeugen durchaus von Ideenreichtum, doch nachdem man, wie beispielsweise bei „Anonymous esophagus“ zum zweiten Mal am Ende des Songs das Gegröle vernommen hat, will man es nur noch überspringen. Der Langzeitcharakter der Scheibe und die guten Arrangements werden dadurch leider etwas geschmälert. Es befinden trotz allem einige echte Glanzstücke auf der CD, so z.B. „1312“, dass durch seinen treiben Rhythmus besticht, oder „Flight of the knight bat“ mit den schon erwähnten Blind-Guardian-Gesängen.

Auch Death-Metal-Bands werden wie schon auf den Vorgängeralben jederzeit und nicht zu knapp durch den Kakao gezogen. „What’s my name… Evil!“ persifliert die ganze Richtung in einer höchst amüsanten Art und Weise. Die schon fast inflationär verwendeten Hell-, Death-, oder Satan-Ausrufe sorgen für Schmunzeln im Zuhörergesicht und sind zu keinem Zeitpunkt wirklich ernst zunehmen. Für alle, denen es bei vielen dieser Bands ähnlich geht, sei diese CD wärmstens zu empfehlen, Lacher sind definitiv garantiert!

Anspieltipps:

  • Flight of the knight bat
  • 1312
  • Hair doesn’t grow on steel

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