Stefanie Heinzmann - Masterplan - Cover
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Stefanie Heinzmann Masterplan


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Schweizer Schülerin Stefanie Heinzmann ist stimmlich ganz weit vorne.

Die Schweizer Schülerin Stefanie Heinzmann (19) hat den diesjährigen TV Total Casting-Wettbewerb „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ von Dampfplauderer Stefan Raab gewonnen. Mit Interpretationen von Soul- und Funk-Klassikern zog sie in das Finale der besten vier ein und gewann als erste Schweizerin in einer deutschen Casting-Show einen Plattenvertrag bei Universal Music. Das Ergebnis liegt nun, acht Wochen nach dem Finalsieg, als CD vor.

Eine sehr kurze Zeit, die auch der Sängerin Kopfzerbrechen bereitete: „Ich hatte am Anfang echt Angst, wie viel von mir wirklich auch dem Album sein würde. Ich hatte ja nur knapp zwei Wochen Zeit und die Songs kannte ich auch nicht. Ich wusste auch nicht, ob ich das schaffen würde und ob die Produzenten mit mir zufrieden sein würden. Andererseits wollte ich mich auf keinen Fall verbiegen lassen“. Das sind in der Tat Voraussetzungen, bei denen einem mulmig werden kann und ein untrügliches Zeichen dafür, wie das Musik-Business heute tickt. Kein Wunder, wenn die gecasteten „Stars“ spätestens nach der zweiten Platte wieder in der Versenkung verschwunden sind.

Ob sich Stefanie Heinzmann länger als zwei Alben und ein paar Singleauskopplugnen in der Szene halten kann, lässt sich Stand heute noch nicht sagen. Auch ihr Debütalbum „Masterplan“ gibt darüber keinen Aufschluss, obwohl das Werk vergleichsweise etwas wirklich Besonderes geworden ist. Zum einen fällt positiv auf, dass Stefanie Heinzmann nicht als Versuchobjekt für arrivierte Komponisten wie Dieter Bohlen oder Stefan Raab herhalten muss und keinen Stil aufgezwungen bekommt, mit dem die Sängerin nichts anfangen kann. Das Vorbild von Stefanie ist nämlich die junge Soulsängerin Joss Stone, was sich in ihrer Stimme frappierend widerspiegelt. Demnach wäre es eine Schande gewesen, hätte man der 19-Jährigen irgendeinen zweitklassigen Popkram vorgesetzt.

Die Produzenten taten gut daran, für Stefanie soulige Popsongs im Stil der 70er Jahre auszuwählen, die hervorragend zu ihrer Stimme passen. Ob treibend („Masterplan“), groovy („Like a bullet“) oder balladesk („Don’t call this love“), die Schweizerin liegt mit ihrem Organ immer richtig. Egal ob gefühlvoll oder als Soulröhre – der Hörer merkt sofort, wo die Stärken der jungen Dame liegen und die Kompositionen unterstützen sie dabei auf einem guten bis sehr guten Niveau. Deshalb: Wer vor vier Jahren das Debütalbum von Joss Stone, das nur aus Coverversionen bestand, als Sensation in den Himmel hob, sollte auch hier ein Ohr riskieren. Denn beide Sängerinnen sind stimmlich ganz weit vorne!

Anspieltipps:

  • Revolution
  • Free love
  • Don’t call this love
  • My man is a mean man
  • I betcha she doesn’t feel it
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