Korpiklaani - Korven Kuningas - Cover
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Korpiklaani Korven Kuningas


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hossa! Die Männer des Waldes haben sich wieder zur Paarungszeit zwischen finnischem Folk und Metal zusammengefunden und zelebrieren diese Hochzeit als wären noch keine fünf Jahre ins Land gezogen als „Spirit of the forest“ (11/2003) das Debüt von Korpiklaani darstellte. Stets bierselig, gut gelaunt und voller Elan geben Jonne Järvelä (Gesang, Gitarre), Kalle Savijärvi (Gitarre), Jaakko Lemmetty (Violine, Flöte, Jouhikko (eine Art Geige)), Juho Kauppinen (Akkordeon), Jarkko Aaltonen (Bass) und Marri Johansson (Schlagzeug) also auch dieses Mal ihren Genremix zum Besten und erinnern nicht von ungefähr (und zwar dem sogenannten Humppa) an Hüttengaudi und Musikantenstadl.

Durch den Einfluss teils deftiger metallischer Kost hebt sich das Oeuvre der Finnen jedoch von Karl Moik-Bezeugungen ab und serviert dem Hörer eine kurzweilige Abreibung, die wie geschaffen für diverse Saufgelage und Destruktionsorgien gedacht zu sein scheint. Außerdem gibt es mit „Gods on fire“ eine gelungene Ballade, die sich vorzüglich in den Kontext der übrigen Songs einbettet. Gesungen wird teilweise auf Englisch, teilweise in finnischem Dialekt, wodurch Titel wie „Metsämies“, „Paljon On Koskessa Kiviä“, „Ali Jäisten Vetten“ oder „Syntykoski Syömmehessäin“ schon mal zum Zungenbrecher avancieren.

Der Spielfreude hinter „Korven kuningas“ bringt das allerdings keinen Abbruch und somit können Folk Metal-Fans, die den richtigen Soundtrack zum Bier trinken gesucht haben, getrost zugreifen. Das eintönige, etwa 20 Minuten lange Getrommel, das am Ende des titelgebenden Abschluss-Instrumentals vorherrscht, hätte sich der Sechser allerdings sparen können, wodurch „Der Herr des Waldes“ (so „Korven kuningas“ auf deutsch) entgegen der kompletten Gesamtspielzeit nur knapp eine Stunde sinnvollen Folk Metal bietet. All jene, für die Korpiklaani zu folkloristisch angehaucht sind, vergnügen sich eben mit Eluveities letztem Output „Slania“ (02/2008), der beinhaltete wesentlich weniger traditionelles, musikalisches Gut, aber dafür eine ordentliche Brise Death Metal.

Anspieltipps:

  • Runamoine
  • Northern Fall
  • Gods On Fire
  • Shall We Take A Turn

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