The Kooks - Konk - Cover
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The Kooks Konk


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Kooks knüpfen qualitativ nahtlos an ihre sonnendurchflutetes Debüt an.

Vor zwei Jahren ging der Stern der britischen Band The Kooks urplötzlich auf: Ihr Debüt „Inside In/Inside out“ enterte die Charts und bestach durch unbeschwerten, spielfreudigen Rock und Kompositionen, die auch vor Pop- und Reggae-Einflüssen nicht zurückschreckten. Ein richtig erfrischendes Sommeralbum war geboren und der junge Leadsänger Luke Pritchard fiel nicht nur durch seinen breiten britischen Akzent auf, sondern durch seine selbstgeschriebenen Ohrwürmer, die auch noch eine gehörige Portion ungehobelten Rock mitschleppten.

In London nahm die britische Band nun mit dem amerikanischen Produzenten Tony Hoffer den zweiten Longplayer ihrer noch frischen Karriere auf. 13 Songs, die ihre musikalische Weiterentwicklung beweisen und sehr abwechslungsreich klingen, geben der Hoffnung Nahrung, dass The Kooks auch in Zukunft eine große Rolle in der Musikwelt spielen werden. Die überschäumende Spielfreude ihres Erstlings wirkt nun ein wenig kanalisiert, doch der Spaßfaktor ist immer noch sehr hoch: Der Opener „See the Sun“ leitet das Werk sanft ein ohne dabei eine bemerkenswerte Melodie, einen harmonischer Chorus und treibende Gitarren zu vergessen. Die Singleauskoppelung „Always Where I Need To Be” weckte die Vorfreude auf diese CD, denn so unverschämt eingängig und ohrwurmartig rocken nur The Kooks.

Bei „Do you wanna” und „Gap” kommt aber dann die starke Gitarrenorientierung der Kooks mit dem Holzhammer: Vor allem „Do you wanna” zelebriert zeitweise die Gitarrenriffs in stark ausgedehnter Form, das klingt schon recht hart, aber auch ziemlich gut. „Shine on” oder auch „Mr. Maker” stellen einen Gegenentwurf dar, weil astreiner BritPop erklingt, wohingegen „Down to the market” hörenswert von den Gitarren angetrieben wird, die bei den Briten ganz schön viel Retro-Rock ausschwitzen. „One last time” beherbergt eine reinrassige Ballade, die auffällige Stimme Pritchards trägt leichtfüßig durch diese Verschnaufpause und das beherrschen die Jungs genau so gut wie die schnellen Nummern. Der Mittelteil dieser CD überzeugt nicht immer nur durch unvergessliche Songs, aber so richtig schlecht komponieren können die Briten gar nicht wirklich.

„Tick of time” huldigt dem Reggae-Einflüssen und löst die gleiche euphorische Begeisterung aus, die bei diesem Album vor allem mit jedem Hördurchgang spürbar wächst. The Kooks knüpfen qualitativ nahtlos an ihre sonnendurchflutetes Debüt an und gehören zweifellos zu den größten musikalischen Hoffnungen für die Zukunft.

Anspieltipps:

  • See The Sun
  • Always Where I Need To Be
  • Gap
  • Shine On
  • Down To The Market

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