Speck Mountain - Summer Above - Cover
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Speck Mountain Summer Above


  • Label: Peace Frog/Rough Trade
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

In den USA wurde das Album bereits mit Lob überschüttet und jetzt, gut ein halbes Jahr nach Erscheinen in den USA, ist „Summer Above“, das Debütalbum von Speck Mountain, auch in Deutschland erhältlich. Zunächst als Duo aus Marie-Claire Balabanian (Gitarre, Bass, Gesang) und Karl Briedrick (Gitarre, Bass) gestartet, stieß bald Kate Walsh (Keyboard, Saxophon, Orgel) zur Band hinzu. Bereits 2005 begannen die Aufnahmen für das komplett selbstproduzierte Album in New York. Dabei stand das Studio nur nachts zur Verfügung und entsprechend klingt das Album auch. Der Rest des Albums wurde bis 2007 dann hauptsächlich in Chicago eingespielt.

Herausgekommen ist entspannter Space-Pop im Stile Mazzy Stars, mit Anleihen von Portishead, aufgelockert durch die nicht ganz perfekte Abmischung, die dem Sound jedoch durchaus zuträglich ist. Über allem schwebt dabei stets der Gesang Balabanians. Begrüsst wird der Hörer von dem sehr gelungenen Opener „Summer Above“, der stark an Midlake erinnert, sich jedoch durch die vielen elektronischen Elemente von der genannten Band unterscheidet. Neben diesen elektronischen Elementen prägen vor allem die erdigen Bläser und das starke Rauschen den Sound, das gibt dem ganzen etwas altmodisches und so erinnert der dritte Song des Albums „Girl Out West“ mit seinen psychedelischen Momenten durchaus an die 13th Floor Elevators. Das etwas zu verschlafene „Hey Moon“ klingt wie Lou Reed auf Morphium und will nicht ganz überzeugen, doch spätestens „Midnight Sun“ ist rundum gelungen und befördert den Hörer in andere Sphären, passend dazu die Lyrics „I Gonna Be So Far Away“.

Das von Orgeln durchsetzte „Stockholm“ weckt wiederum Erinnerungen an Velvet Underground, diesmal jedoch hintergründiger und besser. Den starken Abschluss bildet dann das leicht bluesige „Blood Is Clean“. Die auf das Wesentlichste reduzierte Instrumentierung wird punktuell durch angedeutete Bläser und einem vor ruhiger Kraft strotzendem Drumming erweitert. Fast könnte man sich an J.J. Cale erinnert fühlen. Ein besserer Abschluss wäre wohl kaum möglich gewesen für dieses Album, das durchweg gut ist und auch den ein oder anderen überragenden Song („Midnight Sun“, „Blood Is Clean“) vorweisen kann. Auf ihrem Debütalbum gelingt es Speck Mountain Musik der 60er und 70er am Fließband zu zitieren und dabei trotzdem neu und modern zu klingen.

Anspieltipps:

  • Midnight Sun
  • Blood Is Clean

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