Dream Theater - Greatest Hit... And 21 Other Pretty Cool Songs - Cover
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Dream Theater Greatest Hit... And 21 Other Pretty Cool Songs


  • Label: Elektra/WEA
  • Laufzeit: 158 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Sensationelle Funde können auf dieser Veröffentlichung nicht angeboten werden.

Plattenverträge mit Majorlabels sind eine gänzlich unromantische Angelegenheit. Peinlich genau wird darin definiert, was die Damen und Herren Künstler wann und am besten auch noch wie in den gemeinsamen Vertragsjahren abzuliefern haben. Bei Robbie Williams wurde zum Beispiel bei der 135 Millionen Euro (!!) schweren Vertragsverlängerung mit der EMI im Jahr 2002 genau festgelegt, dass unter den fünf abzuliefernden Alben eine „Greatest Hits“-CD sowie ein weiteres Swing-Album zu sein hat – komme was da wolle.

Offenbar haben auch die hochgelobten Prog-Rocker von Dream Theater einen Vertrag mit ihrem Label abgeschlossen, der die Veröffentlichung einer Werkschau vorsieht. Doch was tun, wenn man wie Dream Theater in knapp 15 Jahren mit „Pull me under“ (1992) lediglich einen Singlehit vorzuweisen hat? Kein Problem, dann nennt man das Ding eben „Best Of“ und erzielt denselben Effekt. Doch da haben wir die Rechnung ohne die vermeintlichen Spaßvögel aus New York gemacht, die sich wohl gedacht haben, „Warum nicht einfach bei der Wahrheit bleiben?“ Und deshalb heißt die von vielen Künstlern häufig verschmähte vertragliche Pflichtaufgabe bei den Prog-Rock-Göttern wahrheitsgetreu und leicht ironisch: „Greatest Hit… And 21 Other Pretty Cool Songs“.

Weil Songsammlungen wie diese für echte Fans in der Regel ein mehr als langweiliges Nümmerchen darstellen, es aber gar nicht so viele entdeckungswillige Kennenlernkäufer gibt, dass sich die Veröffentlichung einer Werkschau kommerziell auch wirklich lohnt, muss entweder etwas Neues, Rares und/oder Exklusives her. Diesbezüglich gaben sich Dream Theater zwar alle Mühe, aber sensationelle Funde können sie nicht anbieten.

Die 22 Songs aus der Zeit von 1991 – 2005 („Systematic Chaos“ aus dem Jahr 2007 wird, warum auch immer, ausgespart) beinhalten vier Single-Edits/B-Seiten („Lie“, „Home“, „Misunderstood“, „Solitary shell“), eine alternative Album-Abmischung („Through her eye“) und drei frische Remix-Versionen von „Pull me under“, „Take the time“ und „Another day“ – alle vom ‘92er Durchbruchsalbum „Images And Words“. Damit ist die Ausbeute durchaus akzeptabel. Vor allem die von Toningenieur Kevin Shirley (Iron Maiden, The Black Crowes, Aerosmith, HIM) klangtechnisch aufpolierten „Images And Words“-Tracks passen nun besser zum gesamten Material, das auf zwei Discs in „The Dark Side“ mit härteren Metal-Songs und „The Light Side“ mit den melodischeren Tracks aufgeteilt wurde. Ein wirklicher Sinnbringer ist diese Veröffentlichung dennoch nicht, wobei die Qualität der Songs selbstverständlich außer Frage steht.

Anspieltipps:

  • Lie
  • Hollow years
  • Peruvian skies
  • Endless sacrifice
  • I walk beside you
  • Lifting shadows off a dream
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