Ministry - Cover Up - Cover
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Ministry Cover Up


  • Label: 13th Planet/SOULFOOD
  • Laufzeit: 65 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Hause Ministry ist normalerweise schon das Licht aus. Mastermind Al Jourgensen hat seine Industrial-Metal-Band nach dem Album „The Last Sucker“) aufgelöst und in die ewigen (wer weiß das schon?) Jagdgründe geschickt. Allerdings war der Gute so schlau, lange genug vor dem offiziellen Ende einen Abschiedslongplayer anzukündigen, der nun pünktlich vorliegt.

„Cover Up“ ist ein persönliches Dankeschön von Herrn Jourgensen an jene Bands und Künstler, die ihn in seiner Jugend beeinflussten und zum Musiker inspirierten. Das Ganze soll natürlich klingen wie Ministry und dennoch ein Partyalbum sein, damit der Abschied für die Fans nicht noch trauriger wird. Aber kann das funktionieren: Knüppelharter Ministry-Sound und DJ-Ötzi-Festzeltstimmung in einem? Klare Antwort: Es kann!

Zusammen mit ein paar Kumpels wie Burton C. Bell (Fear Factory), Joshua Bradford (The Revolting Cocks) und Thomas M. Victor (Prong) ballern Ministry durch ein 65-minütiges Greatest-Hits-Programm aus locker 30 Jahren Musikgeschichte. Einige Songs sind zwar schon von früheren Ministry-Veröffentlichungen bekannt, doch das tut dem höllischen Spaß keinen Abbruch. Die Industrial-Metal-Gewänder passen den gecoverten Tracks einfach perfekt. Egal ob es sich um die Rolling Stones („Under my thumb“), The Doors („Roadhouse blues“), Deep Purple („Space truckin’“), T-Rex („Bang a gong“), Black Sabbath („Supernaut“), ZZ Top („Just got paid“), Golden Earring („Radar love”) oder Bob Dylan („Lay lady lay“) handelt – die Party geht ab und alle feiern mit! Und zwar bis zum letzten Titel, den uns Ministry gleich mehrfach in verschiedenen Formen als Hidden Tracks um die Ohren hauen.

Jener Schlusspunkt ist mit dem von Louis Armstrong bekannten „What a wonderful world“ entzückend pathetisch gewählt, knallt aber nicht minder apokalyptisch aus den Boxen. Ein wirklich feines Abschiedsgeschenk, das uns Ministry hier mit auf den Weg gegeben haben.

Anspieltipps:

  • Radar love
  • Space truckin’
  • Roadhouse blues
  • Under my thumb
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